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Luftverkehr

Jahrestag der Germanwings-Katastrophe: Gedenken auf Schulhof

Haltern (dpa/lnw) - Mit einer Schweigeminute und Trauerglocken der Kirchen ist in Haltern am See sechs Jahre nach dem Absturz eines Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich der Todesopfer gedacht worden. Bei der Flugkatastrophe am 24. März 2015 starben alle 150 Insassen, darunter 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Halterner Gymnasiums, die auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien waren.

dpa

Kerzen für die 18 Opfer leuchten an der Gedenkstätte vor dem Joseph-König-Gymnasium. Foto: Rolf Vennenbernd

Für eine kleine Gedenkzeremonie rund um den Absturzzeitpunkt um 10.41 hatten sich nach Angaben der Schulleitung des Halterner Gymnasiums einige Hinterbliebene auf dem Schulhof versammelt. 18 große Kerzen wurden am Fuß der dortigen Gedenktafel entzündet. Viele legten weiße Rosen nieder. Aus Coronaschutzgründen mussten die Schüler in ihren Klassen bleiben, waren aber per Lautsprecher zugeschaltet, um das Geschehen zu verfolgen.

Insbesondere für die unmittelbar betroffenen Familien seien die Geschehnisse und der Verlust in den Tagen rund um den Jahrestag wieder «besonders schmerzhaft präsent», hatte Ulrich Wessel, Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums, der Deutschen Presse-Agentur zuvor gesagt. An der Schule sei der 24. März weiterhin ein wichtiges Datum, auch wenn die Zahl derer, die vor sechs Jahren schon an der Schule waren, mit der Zeit zurückgehe: «Trotzdem ist uns das Gedenken weiterhin sehr wichtig, weil es ein äußerst einschneidendes Erlebnis in unserer Schulgeschichte ist», so Wessel.

Den Ermittlungen zufolge hatte der früher unter Depressionen leidende Co-Pilot das Flugzeug in den französischen Alpen absichtlich gegen einen Berg gesteuert.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-941431/4

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