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Jugendherbergen blicken hoffnungsvoll auf den Sommer

Düsseldorf (dpa/lnw)

Raus aus dem Corona-Alltag, rein in die Jugendherberge: Die Herbergswerke in NRW freuen sich über eine große Nachfrage von Familien. Doch auf Schülergruppen müssen die Häuser weiter warten.

Von dpa

Zimmerschlüssel hängen in der Jugendherberge. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Im Sommer wird ein Großteil der Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen wieder geöffnet sein. Die 33 Jugendherbergen im Rheinland wollen nach Angaben ihres Verbands bis auf wenige Ausnahmen in den Ferien wieder Gäste empfangen. Der Landesverband Westfalen-Lippe kündigte an, bis zum Start des neuen Schuljahres wieder alle seine Häuser öffnen zu wollen.

Die Jugendherbergen blicken nach monatelanger Corona-Zwangspause hoffnungsvoll auf die kommenden Wochen. «Wir sind guter Dinge», sagte Annette Rath, Sprecherin des Jugendherbergswerks Rheinland. Seit touristische Angebote wieder möglich seien, habe die Nachfrage stark angezogen, «erfreulicherweise auch für unsere Kinder- und Jugendreisen».

Auch der Landesverband Westfalen-Lippe berichtet von einem gelungenen Neustart. «Unsere Jugendherbergen waren über die langen Wochenenden gut gebucht, hauptsächlich Familien waren und sind zu Gast bei uns und freuen sich über eine Auszeit nach dem anstrengendem Lockdown mit Homeschooling, Homeoffice und Co.», sagte Sprecherin Maike Braun. Im Juni seien die meisten Herbergen aber nur an Wochenenden geöffnet.

Wie schon im vergangenen Sommer mache sich bemerkbar, dass Familien häufiger als früher den Urlaub vor der Haustür in Betracht zögen. Auch coronataugliche Urlaubsformen wie Radwanderungen bringen Gäste in die Herbergen. «Wir registrieren eine deutliche Zunahme der Buchungen für den Sommer», sagte Rath. Aber es gebe auch noch freie Kapazitäten. Wahrscheinlich setzten viele Familien auf kurzfristige Buchungen. «Dadurch stehen leider manche Ferienangebote auf der Kippe, weil noch zu wenig Interessenten da sind, wir aber bald entscheiden müssen, ob sie stattfinden oder nicht», sagte Rath.

Das wichtigste Geschäftsfeld - Schulfahrten und Gruppenreisen - liegt zudem weiter brach: «Uns fehlen die Klassenfahrten», sagte Rath. Hier brauche es zeitnah eine klare Regelung, was unter welchen Bedingungen wieder möglich sei. «Wir hoffen, dass die Schulen nach den Ferien wieder fahren dürfen», sagte Braun. Viele Schulen hätten ihre Buchung für die Zeit nach den Sommerferien aufrecht erhalten. Das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen hatte Klassenfahrten wegen der pandemiebedingten Unsicherheiten bis zum 5. Juli untersagt.

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