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Fußball

Köln-Serie ausbauen, Fischer-Auftrag: «Nicht verkrampfen»

Union will schnell den letzten Schritt zum Ziel Klassenerhalt. Dafür müssen die Eisernen ihre Tore-Effektivität wiederfinden, dürfen gegen Lieblingsgegner Köln nicht verkrampfen. Positiv-Serien machen Mut. Derweil probt der Club erstmals eine Corona-Teststrategie im Stadion.

dpa

Unions Trainer Urs Fischer gibt am Spielfeldrand Anweisungen. Foto: Andreas Gora

Berlin (dpa) - Der Trainer bleibt sich treu und denkt nur an die nächste Aufgabe - der Verein probt schon für eine mögliche Rückkehr zu Spielen mit Fans. Vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln setzt der 1. FC Union Corona-Schnelltests für Personen ein, die im Rahmen des Sonderspielbetriebes im Stadion An der Alten Försterei sind. Fans sind wegen der Pandemie weiter ausgeschlossen. Der Berliner Fußball-Erstligist bietet den zutrittsberechtigten Helfern, Technikern, Ordnern, Journalisten und anderen Personen einen kostenfreien SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltest an.

Aus dem Ablauf sollen Erkenntnisse für einen Einsatz gewonnen werden, wenn Zuschauer wieder erlaubt sind. Die Testergebnisse werden mit der personalisierten Zugangsberechtigung verknüpft. «Wir wollen optimal vorbereitet sein, um ein Pilotprojekt mit Zuschauern durchführen zu können, sobald eine entsprechende Genehmigung dafür erteilt worden ist», erklärte Unions Kommunikationschef Christian Arbeit.

«Wichtig ist ein Schritt zur Normalität zurück, auch wenn es ein kleiner Schritt ist», sagte Fischer und sprach von einem «Licht am Ende des Tunnels». An die derzeitige Situation werde man sich «nie gewöhnen, Fans gehören ins Stadion, sind eine Teil dieses Sports».

Sportlich hofft der Trainer gegen Lieblingsgegner 1. FC Köln auf die Fortsetzung mehrere Positiv-Serien und zugleich das Ende der jüngsten Torflaute. «Wir haben die Tormöglichkeiten sehr gut herausgespielt, aber einfach nicht verwertet», sagte der Coach am Donnerstag. Union ist seit vier Bundesliga-Spielen unbesiegt, hat im eigenen Stadion elf Mal nacheinander nicht verloren. Aber zuletzt fehlten vor allem Tore: In der Rückrunde gelangen nur vier Treffer. «Es fehlt uns die Effektivität, aber du darfst auch nicht verkrampfen», sagte Fischer.

Mit 35 Punkten haben die Eisernen ihr Saisonziel Klassenerhalt praktisch erreicht. Zehn Spieltage vor Saisonschluss liegt Union satte 16 Zähler vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. In Liga eins hat das Fischer-Team alle bisherigen drei Partien gegen Köln gewonnen, die letzte Niederlage gegen den FC datiert aus dem April 2014 in Liga zwei. «Schauen wir, dass wir das beibehalten», erklärte der Schweizer, warnte jedoch: «Köln wird uns nichts schenken.»

Fischer muss weiter ohne die verletzten Linksverteidiger Christopher Lenz und Niko Gießelmann sowie die Offensivkräfte Taiwo Awoniyi, Anthony Ujah und Sheraldo Becker auskommen. Fraglich ist der Einsatz von Innenverteidiger Florian Hübner, der leicht erkrankt ist.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Club an einem Pilotprojekt gearbeitet, mit Corona-Test einen Stadionbesuch für Fans wieder möglich zu machen. Die steigenden Infektionszahlen und die noch eingeschränkten Testmöglichkeiten aber verhinderten die Umsetzung. Jetzt sind ausreichend Test verfügbar, Union will «die praktischen Abläufe ausprobieren», bemerkte Arbeit: «Wir wollen bereit sein, wenn es soweit kommt.»

Die Testungen am Spieltag an sieben Stationen mit medizinischem Personal erfolgt auf freiwilliger Basis. Alternativ kommt das bisher vorgeschriebene Einlassprotokoll des Sonderspielbetriebes zum Einsatz. Die geltenden Hygieneregeln bleiben von den Tests unberührt.

© dpa-infocom, dpa:210311-99-780821/3

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