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Kindergärten

Kommunen: Keine Elternbeiträge für Kita und Offener Ganztag

Weniger Kita-Betreuung, weniger Beiträge - diese Rechnung geht derzeit in NRW nicht auf. Die Regierung will jeden Euro nutzen, um Tests und Impfungen in der Kinderbetreuung voranzutreiben. Und sie wirbt um Personal.

dpa

Eine Erzieherin spielt in einer Kindertagesstätte hinter einer Rollbahn mit Kindern. Foto: Uwe Anspach

Düsseldorf (dpa/lnw) - Trotz coronabedingter Einschränkungen müssen Eltern in Nordrhein-Westfalen zunächst weiter die vollen Beiträge für die Kinderbetreuung und die Offene Ganztagsschule zahlen. Am Montag stellte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) aber erneut rückwirkende Kompensationen in Aussicht. Darüber sei er weiterhin im Gespräch mit dem Landesfinanzminister und den Kommunen, sagte er in Düsseldorf.

Zuvor hatten die kommunalen Spitzenverbände die Landesregierung aufgefordert, die Elternbeiträge für Februar - wie zuvor schon für Januar - zu erstatten und sich die Kosten mit den Kommunen zu teilen. «Der Lockdown hat Kinder und Familien auch im Februar erheblich gefordert», unterstrichen sie in einer Mitteilung. «Wir hoffen, dass bei diesem wichtigen Thema die Landesregierung nicht auf Zeit spielt.» Die SPD-Opposition unterstützte die Forderungen.

Die Kitas arbeiten in NRW weiterhin in festen Gruppen mit pauschal um zehn Stunden reduzierten Betreuungszeiten. Es bleibe dabei, dass «die Stabilität des Systems» jetzt für die Landesregierung Priorität habe, bekräftigte Stamp. Jetzt müsse abgewartet werden, was Veränderungen bei der Teststrategie kosteten und wie schnell es mit den Impfungen der Beschäftigten vorangehen könne. «Das Kindergartenjahr geht ja bis Juli. Wir können auch in den Monaten Mai, Juni noch Kompensationen vornehmen.»

Die zentrale Herausforderung sei jetzt aber, Fachpersonal für die Kitas zu gewinnen. Dazu startete die Landesregierung am Montag eine landesweite Werbe- und Dankeskampagne für die besonderen Leistungen der Erzieher in der Pandemie. Unter anderem würden Plakate und Videopräsentationen an Verkehrsknotenpunkten rund um Bahnhöfe und an Raststätten platziert, kündigte Stamp an. Darüber hinaus werde die Kampagne umfassend in den sozialen Medien präsentiert. Gleichzeitig sei ein Qualifizierungsprogramm für «Alltagshelfer» in den Kitas auf den Weg gebracht worden, damit Interessierte künftig über die organisatorische Arbeit hinaus pädagogisch unterstützend mitwirken könnten.

© dpa-infocom, dpa:210301-99-638100/3

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