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Fußball

Kramer verteidigt Klos-Entscheidung: «Würde es wiedermachen»

Bielefelds neuer Trainer Kramer erklärt, weshalb er Kapitän Klos gegen Bremen nur einwechselte. Zuvor hatte der Stürmer immer in der Startelf gestanden.

dpa

Bielefelds Trainer Frank Kramer. Foto: Friso Gentsch

Bielefeld (dpa/lnw) - Fußball-Trainer Frank Kramer von Arminia Bielefeld hat nach dem 0:2 (0:0) gegen Werder Bremen seine Entscheidung verteidigt, Kapitän Fabian Klos erstmals in dieser Bundesliga-Saison nicht von Beginn an zu bringen. «Ich würde es genauso wieder machen, weil in jedem Spiel als Stürmer diese Wege, diese Sprints zu machen und gleichzeitig Spielentscheider zu sein, das ist fast unmöglich», sagte Kramer nach der aus Arminia-Sicht bitteren Pleite am Mittwochabend mit zwei Gegentoren in der zweiten Halbzeit.

Beim Debüt Kramers mit den Ostwestfalen drei Tage zuvor gegen Union Berlin (0:0) hatte der 33 Jahre alte Stürmer noch von Beginn an gespielt. Der Trainer berichtete, dass er mit dem Kapitän ein «längeres Gespräch» gehabt habe. «Ich habe ihm gesagt, dass es eine brutale Intensität ist, die wir gehen müssen.» Zudem habe er zu Klos gesagt: «Wir brauchen dich dann voll da, wenn es was abzuholen gibt.» Der Fan-Liebling sei ein «Spielentscheider». Sein Plan sei nach dessen Einwechslung (62. Minute) auch noch fast aufgegangen. «Er hat gezeigt, dass er echt was bewirken kann.»

Insgesamt war Kramer, der in der vergangenen Woche bei den abstiegsbedrohten Ostwestfalen die Nachfolge von Uwe Neuhaus angetreten hatte, schwer enttäuscht. Sein Team war über weite Strecken überlegen und hatte mehr Torchancen. «Es ist eine schwere Pille, die wir da zu schlucken haben», sagte er.

Unverständnis zeigte der Coach des Tabellen-16. für die Rote Karte, die Schiedsrichter Markus Schmidt seinem 19 Minuten zuvor eingewechselten Verteidiger Nathan de Medina in der zweiten Halbzeit zeigte. Schmidt hatte nach einem harten Foulspiel des Belgiers die Gelbe Karte gezogen, sich die Szene aber nochmal angeschaut und dann anders bewertet (71.). «Der Schiedsrichter war sehr nah dran. Er hat unheimlich viel Erfahrung und hat sofort auf Gelbe Karte entschieden. Da fällt mir kein Grund ein, warum man von außen eingreifen muss.» Auch von Werder habe niemand einen Platzverweis gefordert.

Ärgerlich für Kramer ist auch, dass nun Spiele gegen die Topteams Leverkusen und Leipzig anstehen. So könnte es schnell passieren, dass er seine ersten vier Auftritte mit dem neuen Team alle nicht gewinnt. «Wir lassen uns nicht unterkriegen», versicherte Kramer. Arminia hat nun sieben Spiele in Serie nicht mehr gewonnen und seit vier Partien keinen Treffer mehr erzielt.

© dpa-infocom, dpa:210309-99-753967/3

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