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Kreis impft weiter keine Frauen unter 55 mit Astrazeneca

Euskirchen (dpa) - Im Kreis Euskirchen werden auch am Dienstag Frauen, die jünger sind als 55 Jahre, nicht mit dem Wirkstoff von Astrazeneca geimpft. Das sagte ein Kreissprecher. Nachdem eine 47-Jährige nach einer Impfung starb und eine 28-Jährige danach erkrankte, hatte der Kreis am Montag auf eigene Faust entschieden, dass Frauen dieser Altersgruppe nicht mehr mit Astrazeneca geimpft werden. «Alles andere geht normal weiter», erklärte der Kreissprecher.

dpa

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey

Eine 47 Jahre alte Frau hatte wenige Tage nach der Impfung eine Sinusvenenthrombose erlitten und war gestorben. Auch eine 28 Jahre alte Frau war nach der Impfung an einer solchen Thrombose erkrankt. Sie befindet sich nach Angaben des Kreises «in einem stabilen Zustand und wird in einer Spezialklinik versorgt». Der Kreis bestätigte, dass die 28-Jährige in Bonn wohnt, aber im Kreisgebiet arbeitet und dort geimpft wurde.

Das Landesgesundheitsministerium erklärte zur Aussetzung der Impfung für die Personengruppe im Kreis, es handele sich «um eine medizinische Entscheidung, die vorsorglich vor Ort getroffen worden ist». Alle Daten zu möglichen Nebenwirkungen bei Impfstoffen liefen beim Paul-Ehrlich-Institut und dem Robert Koch-Institut zusammen. Nach Informationen des Ministeriums berate die Ständige Impfkommission derzeit, «ob aufgrund der Meldungen der vergangenen 10 Tage, eine erneute Anpassung der Impfempfehlung erforderlich ist».

© dpa-infocom, dpa:210330-99-25059/2

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