1. www.azonline.de
  2. >
  3. Nrw
  4. >
  5. Landessportbund: Sehen Interessen «unzureichend vertreten»

  6. >

Landessportbund: Sehen Interessen «unzureichend vertreten»

Duisburg (dpa)

Von dpa

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat die «eindeutige Handlungsempfehlung» der Ethikkommission zur Krise im Deutschen Olympischen Sportbund begrüßt. «Auffallend ist demnach die große Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung von Präsidium und Vorstand des DOSB auf der einen Seite und der Wahrnehmung von Teilen der Belegschaft, der Mitglieder und politischen Partner des DOSB auf der anderen Seite», hieß es in einer Stellungnahme am Dienstag.

Bereits im Schreiben des Präsidenten Internationalen Olympischen Komitees und DOSB-Ehrenpräsidenten, Thomas Bach, von Mitte Mai, in dem dieser sich in «großer Sorge um die Glaubwürdigkeit und damit auch die Funktionsfähigkeit des DOSB» gezeigt hatte, sei dieser Widerspruch deutlich geworden. «Wir teilen diese Sorge und sehen unsere Interessen als zweitgrößte Mitgliedsorganisation des DOSB durch diesen derzeit nur völlig unzureichend vertreten», hieß es weiter. «Wir begrüßen den Verweis der Ethikkommission auf die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung und ihre Empfehlung, dort zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Neuanfang zu machen.»

Der LSB werbe dafür, in einer sachlichen Auseinandersetzung über den künftig richtigen Weg der Dachorganisation zu streiten «und darauf aufbauend eine neue Führung des DOSB zu suchen und zu wählen, hinter der sich der Sport in Deutschland versammeln» könne.

In einem anonymen Schreiben im Namen von Mitarbeitern des DOSB waren Anfang Mai Anschuldigung gegen die DOSB-Führung um Präsident Alfons Hörmann erhoben worden, durch ungebührliche Umgangsformen ein «Klima der Angst» geschaffen zu haben. Dabei waren vor allem dem Spitzenfunktionär eine Reihe von Verfehlungen vorgeworfen worden. Der nordrhein-westfälische LSB-Präsident Stefan Klett hatte daraufhin den Rücktritt von Hörmann gefordert.

Startseite