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Laschet fordert mehr Handeln und weniger Ankündigungen

Berlin (dpa) - Der CDU-Chef und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mahnt hinsichtlich der Lockerungspläne des Saarlands zur Vorsicht. «Auch dort muss man vorsichtig bleiben, denn die brasilianische Variante, die noch gefährlicher ist, ist direkt hinter der Grenze in Frankreich», sagte Laschet am Freitag im Fernsehsender Phoenix.

dpa

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen. Foto: Wolfgang Kumm

Das Saarland will die Corona-Maßnahmen nach Ostern weitreichend lockern: Von Dienstag nach Ostern an sollen unter anderem Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein negativer Schnelltest, hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Donnerstag angekündigt. Das hatte für teils scharfe Kritik gesorgt. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte darauf hingewiesen, dass das Saarland 80 000 zusätzliche Dosen Impfstoff erhält, weil es dort die südafrikanische Mutation gibt. «Wie sollen andere Länder ihren Bürgern erklären, dass sie keinen zusätzlichen Impfstoff erhalten und diese Öffnungsschritte nicht gehen können?», hatte sie gefragt.

Laschet sagte aber auch: «Das Testen kann man voranbringen, indem man bestimmte Einrichtungen hat, für die der Test Voraussetzung ist.» Und: «Wenn Sie dann wissen, ich kann an den Ort A oder B gehen, brauche aber einen Test, dann gehen Sie auch zur Testung.»

Er plädierte auch dafür, in der Corona-Politik mehr zu handeln und weniger anzukündigen, um das Vertrauen der Bevölkerung wieder zu stärken. «Wir müssen aufhören mit immer neuen Ankündigungen, Versprechungen, was wann kommt, sondern man muss einfach machen.» Zentral sei dabei das Impfen.

© dpa-infocom, dpa:210326-99-988371/3

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