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Gesundheit

Lungenkrankheit COPD an Rhein und Ruhr besonders häufig

Düsseldorf/Hagen (dpa/lnw) - In Nordhrein-Westfalen leiden die Menschen einer Analyse der Krankenkasse AOK zufolge häufiger an der chronischen Lungenerkrankung COPD als im Bundesdurchschnitt. Besonders häufig kommt die typische Raucher-Krankheit in den Ballungsregionen vor, wie aus Mitteilungen der AOK für die Landesteile hervorgeht. So waren laut aktuellem Gesundheitsatlas in Westfalen-Lippe im Jahr 2019 rund 387 000 Patienten betroffen, was einer Krankheitshäufigkeit von 8,3 Prozent der Menschen über 40 Jahren entspricht. In der Region Nordrhein wurden rund 464 000 der Über-40-Jährigen mit COPD gezählt, womit der Anteil dort prozentual bei 8,5 Prozent liegt. Im bundesweiten Schnitt liegt die Häufigkeit bei 7,1 Prozent.

dpa

Den Angaben der Krankenkasse zufolge gilt Rauchen als Risikofaktor Nummer eins. Auch Feinstaubbelastung der Luft könne COPD (kurz für «chronic obstructive pulmonary disease») begünstigen. Bei der fortschreitenden Krankheit der Lungen, verengen sich die Atemwege. Zu den typischen Symtomen zählen Atemnot, Husten oder Auswurf. 80 bis 90 Prozent aller COPD-Patienten sind oder waren laut AOK Raucher.

Zwischen den Regionen in NRW gebe es dabei deutliche Unterschiede: Mit einer Krankheitshäufigkeit von 12,1 Prozent erkranken Menschen in Gelsenkirchen besonders häufig, auch andere große Ruhrgebietsstädte (Essen: 10,2 Prozent; Duisburg: 9,7 Prozent; Dortmund: 9 Prozent) sowie Köln (8,6 Prozent) und Düsseldorf (9,2 Prozent) haben viele COPD-Patienten. Zum Vergleich: In Münster ist gerade einmal jeder Zwanzigste über 40 Jahren an COPD erkrankt. Auch in vielen ländlich geprägten Kreisen liegt der Anteil der Erkrankten unter dem Bundesdurchschnitt.

© dpa-infocom, dpa:210518-99-645336/2

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