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Mehr Plätze für Legehennen in Freilandhaltung

Düsseldorf (dpa/lnw) -

Von dpa

Legehennen stehen im Stall in einem Betrieb für die Produktion von Eiern. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Plätze für Legehennen in Freilandhaltung in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen. 2010 fielen rund 11,3 Prozent der Haltungsplätze für Legehennen im Bundesland auf die Freilandhaltung, 2020 waren es 21,7 Prozent, wie IT.NRW am Mittwoch mitteilte. Der Anteil der Plätze in Käfighaltung sank dagegen: Sie machten 2010 noch über 20 Prozent der Haltungsplätze in NRW aus, im vergangenen Jahr sank ihr Anteil auf 9,4 Prozent. Insgesamt gab es 2020 etwa 4,1 Millionen Plätze für Legehennen.

Die Schweine in NRW werden jedoch auch 2020 weiter unter umstrittenen Bedingungen gehalten - zu rund 88 Prozent auf Vollspaltenboden. Das war eine Steigerung dieser Haltungsform um rund zehn Prozentpunkte innerhalb des Zeitraums über zehn Jahre. Vollspaltenboden können nach Ansicht von Tierschützern unter anderem zu Gelenkproblemen führen. Bei Rindern ging die umstrittene Haltung im Anbindestall allerdings zurück, von 18 Prozent 2010 auf 5,1 Prozent 2020.

Für Schweine gibt es mittlerweile insgesamt mehr Plätze als vor zehn Jahren. Seit 2010 stieg die Zahl um rund 8,8 Prozent auf 7,3 Millionen. Die Zahl der Haltungsplätze für Rinder sank im selben Zeitraum hingegen: 2010 gab es in NRW rund 1,5 Millionen Haltungsplätze für Rinder, 2020 waren es 1,3 Millionen - etwa 16,6 Prozent weniger.

Bei der Landwirtschaftszählung werden etwa alle zehn Jahre Daten der landwirtschaftlichen Betriebe in NRW erfasst. Befragt werden laut IT.NRW alle Betriebe mit einer Landwirtschaftsfläche von mindestens fünf Hektar.

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