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Extremismus

Messerattacke wegen Foto auf AfD-Plakat: Urteil erwartet

Der Angeklagte ist 21 Jahre alt und wird vom Landeskriminalamt als Gefährder eingestuft. Er soll aus Wut darüber, dass eine türkischstämmige Familie auf einem AfD-Plakat zu sehen war, zugestochen haben. Die Bluttat hatte Aufsehen erregt.

dpa

Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts. Foto: Fabian Sommer

Aachen (dpa/lnw) - Ein halbes Jahr nach einem blutigen Angriff auf einen Mann in Stolberg stehen im Prozess am Landgericht Aachen am heutigen Mittwoch Plädoyers und vermutlich das Urteil an. Als mutmaßlicher Messerstecher angeklagt ist ein 21-jähriger Deutscher mit irakischen Wurzeln. Er soll sein türkischstämmiges Opfer angegriffen haben, weil dessen Familie auf einem Plakat der AfD bei der Kommunalwahl zu sehen gewesen sein soll. Der Angeklagte soll das Foto mit dem Zusatz «Gottesleugner» in den sozialen Medien gepostet haben. Er ist vom Landeskriminalamt als Gefährder eingestuft.

Der Messerangriff soll einem Angehörigen des auf dem AfD-Plakat Abgebildeten gegolten haben. Und der Angeklagte soll dabei «Allahu akbar» («Gott ist groß») gerufen haben. Der Ruf wird auch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gebraucht. Er soll auch ein IS-Symbol im Internet gepostet haben. Die Anklage wird von der Generalstaatsanwaltschaft aus Düsseldorf vertreten.

Dem 21-Jährigen werden insgesamt zwei Messerangriffe vorgeworfen. Da er zum Teil noch unter 21 war, wird vor einer Jugendkammer verhandelt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

© dpa-infocom, dpa:210309-99-753966/2

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