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Minister weiht neue Zentrale der Polizei-Reiterstaffel ein

Bochum (dpa/lnw)

Büros, Stallungen und sehr viel Platz: Die Reiterstaffel der NRW-Polizei hat eine nagelneue Unterkunft in Bochum-Wattenscheid bezogen. Landesinnenminister Herbert Reul weihte den Standort am Donnerstag offiziell ein. Einen besonderen Segen gab es auch.

Von dpa

Reiter der Landesreiterstaffel der Polizei NRW sitzen auf ihren Pferden. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Die nordrhein-westfälische Polizei-Reiterstaffel hat eine neue Heimat. In Bochum-Wattenscheid weihte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag bei einem Festakt die neue Zentrale ein. Die 32 Polizei-Dienstpferde und ihre 42 Reiterinnen und Reiter waren früher auf zwei Standorte in Dortmund und Willich verteilt, wo sie laut Reul nicht mehr «super» untergebracht waren. «Ein echtes Großprojekt, das hier in weniger als zwei Jahren entstanden ist», lobte der Minister. Reul betonte die zentrale Lage der Staffel in NRW. Dadurch könne sie schnell dahin verlegt werden, wo sie gebraucht werde.

Der Minister äußerte sich begeistert über die komplett neue Anlage mit Dienstgebäuden, Ställen, Reithallen, einer Führanlage und Weideflächen. «Hier findet man alles, was ein Pferdeherz begehrt.» Der Chef der Bochumer Schutzpolizei, Michael Bauermann, pflichtete ihm bei: «Ich wär' hier gerne Pferd. Das ist wirklich eine tolle Anlage.»

Die Landesreiterstaffel wird zu besonderen Anlässen eingesetzt. Dies sind etwa Fußballspiele, Demonstrationen oder größere Veranstaltungen. Zuletzt patrouillierte die Staffel auch am Düsseldorfer Landtag, nachdem es dort zu Aktionen von Umweltaktivisten gekommen war.

Reul sagte, dass «da oben» die Sicherheit des Landes verteidigt werde. «Es ist nicht das Glück der Erde, sondern das Glück von NRW, das auf diesen Pferden liegt.» Bei vielen Einsatzlagen sei das Pferd klar im Vorteil. So könnten die Reiter schnell einen Überblick über die Lage bekommen.

Vertreter der christlichen Polizeiseelsorge sprachen bei dem Festakt einen Segen für die Reiterinnen und Reiter, die Pferde und ihr neues Zuhause. Als Geschenk überreichten sie eine Wasserwaage mit dem Wort «Haussegen» darauf.

Mit sichtlichem Respekt - und ohne Jackett - führte Reul anschließend für die Presse den gesattelten Wallach «Fire» (11) in einen Pferdeanhänger. Das Tier sollte am Nachmittag am Düsseldorfer Landtag zum Einsatz kommen. Bei der Reiterstaffel haben die 32 Pferde im Alter von 9 bis 16 Jahren alle einen festen Stammreiter, damit sich ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Für Urlaubszeiten gibt es Vertreter.

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