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Mit dem Jahrgang 1941 geht es los

Ministerium konkretisiert Impfstart für 79-Jährige in NRW

Münster/Düsseldorf

Nach Ostern gehen in NRW die Impfungen für die 79-Jährigen los. Aber nicht jeder von ihnen kommt sofort zum Zug. Wir geben einen Überblick.

Stefan Biestmann

Ab 6. April können NRW-Bürger, die zwischen dem 1. Februar und 31. Dezember 1941 geboren wurden, einen Impftermin vereinbaren – auch für Lebenspartner. Am 8. April starten die Impfungen. Foto: dpa

Am 8. April starten in NRW die Impfungen für 79-Jährige. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums sollen die Impfungen mit Biontech erfolgen. „Das ist immer noch der aktuelle Stand“, sagte am Dienstagabend eine Ministeriumssprecherin. Die neuen Entwicklungen rund um Astzrazeneca würden aber noch genauer bewertet. Wir geben einen Überblick über das Anmeldeverfahren:

  • Wer wird zuerst geimpft?Den Anfang macht nach Angaben des Ministeriums der Geburtsjahrgang 1941 – mit einer kleinen Einschränkung: Nur Bürger, die zwischen dem 1. Februar und dem 31. Dezember 1941 geboren wurden, sollen in den nächsten Tagen von den Kommunen ein Einladungsschreiben zur Impfung erhalten. „Wir haben den Kommunen die jeweiligen Schreiben zur Verfügung gestellt“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Lebenspartner der 79-Jährigen können mitgeimpft werden. Das Alter spiele dabei keine Rolle.
  • Wie läuft die Anmeldung?Am 6. April startet die Terminvergabe für 79-Jährige. Buchungen seien unter www.116117.de oder telefonisch unter (0800) 116 117 02 möglich. Dort könne man auch die Paar-Buchungen vornehmen. Berechtigte, die kein Informationsschreiben der Kommune erhalten, können sich trotzdem anmelden. Zudem sei die Terminbuchung für 80-Jährige und Ältere parallel weiter möglich, teilt das Ministerium weiter mit.
  • Wann beginnen die Impfungen?Impfungen für den Jahrgang 1941 starten am 8. April. Die Impfzentren sollten nicht ohne Termin aufgesucht werden, „da die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt ist“.
  • Wann sind die Geburtsjahrgänge ab 1942 an der Reihe?Das Ministerium macht dazu noch keine konkreten Angaben. „In Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Impfdosen und dem Bedarf werden wir flexibel reagieren und Terminfenster für weitere Jahrgänge öffnen“, kündigt Laumann nur an. Sobald es so weit sei, würden die Kommunen dann die Einladungen zur Impfanmeldung an weitere Jahrgänge verschicken. Die Personengruppe der 70- bis 79-Jährigen beläuft sich in NRW auf rund 1,6 Millionen Menschen.
  • Wann geht die Impfung in den Arztpraxen los?Frühestens am 7. April beginnen laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe die Impfungen in Haus- und Facharztpraxen. Die Ärzte bitten um Geduld. „Aufgrund der geringen Impfstoffmenge, die den einzelnen Praxen zunächst zur Verfügung gestellt werden kann, werden sich die niedergelassenen Ärzte in einem ersten Schritt vor allem auf ihre bettlägerigen Patienten in der eigenen Häuslichkeit konzentrieren“, betont die KV. Zudem sollen „vorrangig Personen mit bestimmten Vorerkrankungen“ geimpft werden. Wichtiger Hinweis der KV: „Die Ärzte kommen selbst auf Patienten zu, die für eine Impfung in Frage kommen.“ Patienten sollten deshalb von telefonischen Nachfragen in Praxen absehen. Am Dienstagabend war laut Ministerium noch unklar, ob die Entwicklungen rund um Astrazeneca hier Folgen auf den Zeitplan haben.
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