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Missbrauch bei der Feuerwehr: Viereinhalb Jahre Haft

Köln (dpa/lnw)

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Im Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen bei der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen hat das Kölner Landgericht am Dienstag einen 45-Jährigen schuldig gesprochen. Der Mann wurde wegen elf Fällen von sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Ferner erging das Urteil wegen Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie. «Therapeutische Arbeit an Ihren pädophilen Neigungen ist bitter nötig», sagte die Vorsitzende dem angeklagten Deutschen am Ende der Urteilsbegründung.

Ab Mitte der 1990er Jahre war der 45-Jährige knapp 20 Jahre aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen. Dabei engagierte er sich in der Kinder- und Jugendarbeit, wo er seinen Schützlingen «praktische und theoretische Kenntnisse bezüglich der Tätigkeit eines Feuerwehrmanns vermittelt» hatte, wie es in der Anklageschrift hieß. Zudem war der Mann bei Freizeitaktivitäten und Ferienlagern als Betreuer tätig. Bei einem Zeltlager war es laut Urteil zu «einem massiven Missbrauchsgeschehen» an einem Jungen unter 14 Jahren gekommen.

Der Angeklagte hatte in nichtöffentlicher Sitzung ein «von Reue und Einsicht getragenes Geständnis» abgelegt, wie die Vorsitzende sagte. Damit habe der Angeklagte den Opfern Aussagen vor Gericht erspart, was strafmildernd gewertet wurde. Elf weitere Missbrauchsfälle zu Lasten von Kindern und Jugendlichen in der Zeit zwischen 2002 und 2004 mussten hingegen wegen Verjährung eingestellt werden.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Verteidigung und Staatsanwaltschaft können Revision eingelegen.

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