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Missbrauchskomplex: Mutmaßliche Täter als Zeugen vor gericht

Münster (dpa/lnw)

Von dpa

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Der Prozess gegen eine 31-jährige Frau im Missbrauchskomplex Münster wird heute mit der Vernehmung mehrerer mutmaßlicher Täter als Zeugen fortgesetzt. Die Anklage wirft der Mutter eines heute 11-jährigen Jungen Beihilfe durch Unterlassen in mehrere Fällen vor. Sie soll seit 2018 von schweren sexuellen Gewalttaten durch ihren Lebensgefährten an ihrem Sohn gewusst und nicht verhindert haben.

Neben dem im Juli 2021 zu 14 Jahren Haft noch nicht rechtskräftig verurteilten IT-Techniker soll als Zeuge ein Student aus Aachen aussagen. Der 28-Jährige wurde bereits im März vom Landgericht Münster zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Aussage hatte zur Festnahme der 31-jährigen Mutter geführt. Weil sie sich selbst belasten könnten, dürfen die Zeugen die Aussage verweigern.

Ein Urteil will das Landgericht Ende September verkünden. Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Missbrauchsfällen in Nordrhein-Westfalen der vergangenen Jahre. Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer heute abgerissenen Gartenlaube ans Licht.

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