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Mordprozess: Tödlicher Schuss auf den Bruder der Ex-Frau

Köln (dpa) –

Von dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Wegen heimtückischen Mordes steht seit Mittwoch ein 43 Jahre alter Mann vor dem Kölner Landgericht. Der Mann soll im Februar 2021 in Bergheim bei Köln den 33 Jahre alten Bruder seiner früheren Frau erschossen haben. Vorangegangen sein soll ein Streit mit dem neuen Freund der Ex-Frau.

Laut Anklage waren am 4. Februar 2021 zunächst der 43-jährige Türke und der neue Lebensgefährte der Ex-Frau zufällig vor dem Straßenverkehrsamt in Bergheim aufeinandergetroffen. Eine Eskalation des Wortgefechts hätten die beiden Begleiter des Angeklagten jedoch unterbinden können. Über die Begegnung habe der neue Partner anschließend seine Freundin, die Ex-Frau des Angeklagten, telefonisch informiert. Aus Sorge soll die Frau dann ihren völlig unbeteiligten Bruder gebeten haben, zu ihrem Freund am Straßenverkehrsamt zu gehen. Der Bitte sei der Bruder mit einem weiteren Bekannten nachgekommen, so die Anklage weiter.

Als die Männer aufeinandertrafen, sollen sich die Gemüter erhitzt haben. So seien Beleidigungen und Drohungen ausgetauscht worden, als der Angeklagte «für alle Beteiligten unerwartet eine Waffe» gezogen und «alle acht Schüsse gezielt auf die drei Geschädigten abgefeuert» habe. Der frühere Schwager des Angeklagten sei durch einen Schuss ins Gesäß, bei dem eine Arterie getroffen wurde, tödlich verwundet worden. Die beiden anderen Männer erlitten erhebliche Verletzungen.

Nach den Schüssen habe sich der Türke vom Tatort entfernt, heißt es in der Anklage. Er wurde am selben Abend in einem Taxi vor dem Kölner Polizeipräsidium festgenommen. Vermutlich wollte er sich  stellen. Zu den Vorwürfen will er sich nach den Worten seines Verteidigers am zweiten Verhandlungstag äußern.

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