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«Muckibude für Kopf und Seele»: Ethikräume eröffnet

Brühl (dpa/lnw)

Von dpa

Thomas Kubera (l-r), Herbert Reul und Detlev Schrör stehen im «Kraftraum» in Brühl. Foto: Jochen Tack/Innenministerium NRW/dpa

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat zwei sogenannte Ethikräume für die Polizei eröffnet. Die beiden Projekte «Grenzgang» und «Kraftraum» befassen sich in Brühl im Rhein-Erft-Kreis mit den besonderen Herausforderungen des Polizeiberufs, beispielsweise dem Umgang mit belastenden Situationen wie etwa der Hochwasserkatastrophe, sagte Reul bei der Eröffnung am Mittwoch. «Bei jedem Einsatz bewegen sich die Polizistinnen und Polizisten im Spannungsfeld zwischen Professionalität, die man von ihnen erwartet, und menschlicher Unvollkommenheit».

Bei dem «Grenzgang» hätten Beamte die Möglichkeit, in vier Themenräumen auf einer Fläche von 280 Quadratmetern ihre Erfahrungen im Job zu reflektieren, zum Beispiel den Umgang mit Randgruppen der Gesellschaft. Der «Kraftraum» ist laut Reul im Anschluss «eine Art Muckibude für Kopf und Seele» und solle zeigen, wie man negativen Gedanken etwas Positives entgegensetzen könne.

Die beiden Ethikräume gebe es in dieser Form bereits an einem Ausbildungsstandort in Selm im Kreis Unna. Sie seien dort bislang gut angenommen worden: Fast 21.500 Menschen hätten dem CDU-Politiker zufolge beim «Grenzgang« in den vergangenen Jahren mitgemacht.

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