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Naturschutz

Nach draußen zum Vogelzählen bei Nabu-Aktion

Wenn 23 000 Menschen in Nordrhein-Westfalen die Vogelwelt beobachten, dann kommen viele Daten zusammen. So war es 2020 im Frühjahr. In diesem Jahr interessieren sich Naturschützer auch für die Auswirkung des kalten Frühjahrs und immer noch für die kleine Blaumeise.

dpa

Eine Kohlmeise sitzt in einem Garten an einem Futterknödel. Foto: Oliver Berg

Düsseldorf (dpa/lnw) - Von der Vogelzählaktion «Stunde der Gartenvögel» erhofft sich der Naturschutzbund Nabu Erkenntnisse über die Auswirkungen des kalten Frühjahrs. Es sei aber nicht so trocken gewesen wie in den beiden vergangenen Jahren, sagte Birgit Königs, die Sprecherin des Naturschutzbundes NRW in Düsseldorf. 2020 hatten in den ersten Monaten der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen rund 23 000 Menschen teilgenommen und der Aktion einen Rekord beschert. Im Jahr davor waren mehr als 14 500 Vogelfreunde dabei. Die Aktion dauert vom 13. bis 16. Mai.

Notiert werden die Sichtungen der verschiedenen Arten - von kleinen Meisen bis zu Tauben oder Raubvögeln. Gemeldet wird jeweils die Höchstzahl der gleichzeitig gesichteten Exemplare einer Art. So wird vermieden, dass einzelne Vögel, die sich immer wieder zeigen, doppelt gezählt werden. Die Aktion findet bundes- und landesweit zum 17. Mal statt.

Vergangenes Jahr wurden 442 000 Vögel in Parks, vom Balkonen oder aus Gärten gemeldet. Am häufigsten gesichtet wurde der Haussperling, gefolgt von Amsel und Kohlmeise. Auf Platz vier lag die Blaumeise und auf Platz fünf die Ringeltaube.

2020 waren die Vogelschützer in Sorge um die Blaumeise: Viele der kleinen gelb-blauen Vögel waren mit einem Bakterium infiziert und starben. Auch dieses Jahr gebe es aktuell ein Blaumeisen-Sterben, berichtete der Nabu, doch nicht so wie voriges Jahr. «Es gibt keine neue dramatische Entwicklung», sagte Königs.

© dpa-infocom, dpa:210511-99-548191/2

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