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Nach Kritik: DB Regio will in NRW zu regulärem Verkehr

Gelsenkirchen (dpa/lnw)

Bahnfahrer und Zugpendler in Nordrhein-Westfalen sollen auf eine schrittweise Rückkehr zum regulären Nahverkehrsangebot in den kommenden Wochen hoffen können. Nach Kritik an dem zuletzt wegen angespannter Personallage wenig verlässlichen Regionalverkehr auf zahlreichen Strecken und Verbindungen haben sich die Nahverkehrsverbünde Rheinland (NVR) und Westfalen-Lippe (NWL) sowie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bei einem Spitzentreffen mit Vertretern von DB Regio auf konkrete Maßnahmen für eine Rückkehr zu einem stabilen Fahrplan und Zugverkehr geeinigt. Das teilten die Verbände am Freitag mit.

Von dpa

Das Logo der Deutschen Bahn (DB). Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Die politischen Gremien der Zweckverbände hatten das Gespräch initiiert, um im Interesse der Fahrgäste schnellstmöglich wieder einen flächendeckend verlässlichen Zugverkehr zu gewährleisten. Bei dem Treffen habe DB Regio ein Maßnahmenpaket vorgestellt, wie stufenweise die vertraglich vereinbarten Leistungen wieder in vollem Umfang erbracht werden können.

Demnach will DB Regio NRW vom 19. September an wieder rund 98 Prozent der vereinbarten Verkehrsleistungen erbringen. Unter anderem sollen die zuletzt eingeschränkt oder gar nicht fahrenden Züge der Regionalexpress-Linien RE8, RE42 und RE49 sowie die RB46 wieder normal verkehren. Die Konzepte für die Regionalbahnen 32 und 40 würden derzeit noch erarbeitet, hieß es. Den regulären Zugverkehr auf dem südlichen Ast der S6, der S68 und der RB33 nimmt DB Regio am 17. Oktober auf. Die Züge der RB40 und der Pendelverkehr zwischen Letmathe und Iserlohn sollen spätestens zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember wie gewohnt fahren.

Um für Entlastung auf den Strecken zwischen Mönchengladbach und Köln sowie entlang der Haard-Achse zwischen Essen, Münster und Osnabrück zu sorgen, können Fahrgäste mit Nahverkehrszeitkarten (Wochen-, Monatskarten und Abos) bereits seit dem 27. August ausgewählte IC/EC- und ICE-Verbindungen ohne Aufpreis nutzen.

Seit Juli hatten wegen hoher Krankenstände bei den Triebfahrzeugführern und dem sonstigen Personal von teilweise mehr als 30 Prozent zahlreiche Züge still gestanden oder konnten nur eingeschränkt fahren. Hinzu kamen etliche Verspätungen, von einem verlässlichen Fahrplan an Rhein und Ruhr konnte nicht mehr die Rede sein. Das hat bei Fahrgästen sowie den Nahverkehrsverbünden für großen Verdruss gesorgt. Laut DB Regio werde sich die Personallage in den kommenden Wochen entspannen. Zudem wolle man Mitarbeiter aus anderen Bundesländern in NRW einsetzen und Aufgaben in Betriebsstellen umschichten.

Alle Spitzenvertreter seien sich zudem einig darüber, Qualifizierung und Weiterbildung einen höheren Stellenwert zu geben. Hier setze insbesondere das von den Aufgabenträgern initiierte Branchenbündnis «Fokus Bahn» einen Schwerpunkt. So will DB Regio künftig über Bedarf ausbilden und eine Ausbildung zum Disponenten neu einführen. Dieser Ausbildungszweig existierte bisher nicht.

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