Gesundheit

NRW bekommt erste Impfstoff-Lieferung von Astrazeneca

Düsseldorf (dpa/lnw) - Für die Corona-Impfungen in Nordrhein-Westfalen steht nun ein dritter Impfstoff zur Verfügung. Die ersten 74 400 Corona-Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca seien am Samstag wie erwartet geliefert worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Mit diesem dritten Impfstoff nach den Produkten von Biontech und Moderna kann voraussichtlich ab der kommenden Woche im bevölkerungsreichsten Bundesland geimpft werden. Details dazu will NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag bekanntgeben.

dpa

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Bis einschließlich der ersten Märzwoche sollen nach früheren Angaben Laumanns etwa 600 000 Impfdosen von Astrazeneca in NRW eintreffen. Nach den jüngsten Daten des Bundesgesundheitsministeriums könnten es sogar fast 700 000 sein.

Anders als bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna will das Land NRW die Impfdosen von Astrazeneca komplett für die Erstimpfungen einsetzen - und nicht die Hälfte für die zweite Spritze zurücklegen. Nordrhein-Westfalen folgt damit einer Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bei dem Impfstoff von Astrazeneca trete hohe Wirksamkeit schon nach der ersten der zwei nötigen Impfungen ein. Bei Biontech und Moderna sei für den vollständigen Schutz die Zweitimpfung erforderlich, argumentiert das NRW-Ministerium.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt, den Wirkstoff von Astrazeneca nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren zu verabreichen, weil die Effizienz bei älteren Menschen noch nicht ausreichend belegt ist. Mit diesem Impfstoff sollen in NRW weitere Beschäftigte im stationären und ambulanten Gesundheitsbereich, die der Gruppe 1 der Priorisierung angehören, entsprechend der Altersvorgabe geimpft werden.

© dpa-infocom, dpa:210206-99-328538/2

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