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NRW-Grenzkreise fordern mehr Impfstoff

Borken (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälischen Kreise an der Grenze zu den Niederlanden und zu Belgien fordern von der Landesregierung mehr Impfdosen. In den beiden Nachbarländern seien die Sieben-Tage-Inzidenzen seit Wochen auf einem vielfach höheren Niveau als in Deutschland, erklärten die Kreise Borken, Euskirchen, Heinsberg, Kleve und Viersen sowie die Städteregion Aachen am Dienstag.

dpa

Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet. Foto: Ralf Hirschberger

Die Grenzkreise betonten in ihrem gemeinsamen Appell, seit Beginn der Pandemie sei es der politische Wille von Bund und Land, die Grenze zu den Niederlanden und zu Belgien offen zu halten. Diese Entscheidung habe Folgen für die im deutschen Grenzgebiet lebenden Bürger. Die Kreise an der Grenze hätten deutlich höhere Inzidenzwerte als vergleichbare im Inneren von NRW.

In ihrem außergewöhnlichen gemeinsamen Vorgehen erinnern die Kreise auch daran, dass Impfstoffe laut einer Vereinbarung der Ministerpräsidentenkonferenz und der Bundeskanzlerin vorrangig für Grenzregionen genutzt werden dürften. Das Land werde «mit Nachdruck» gebeten, «möglichst schnell zusätzliche Impfmittel an diese Kreise zu liefern». Ein ähnliches Vorgehen habe vorige Woche der bayerische Ministerpräsident mit Blick auf die Grenzregionen zu Tschechien angekündigt. Die Grenze von NRW zu den Niederlanden ist 400 Kilometer, die zu Belgien 100 Kilometer lang.

© dpa-infocom, dpa:210309-99-753962/2

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