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NRW-Hotelbranche kommt nur langsam auf die Beine

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Terassenstühle eines Hotels stehen ungenutzt vor einem Hotel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nordrhein-Westfalens Hotels und Pensionen haben noch immer viel weniger Gäste als vor der Corona-Krise. Im Mai dieses Jahres gab es rund 1,4 Millionen Übernachtungen in den Beherbergungsbetrieben und damit 71 Prozent weniger als im Mai 2019, wie das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mitteilte. Damals waren es 4,7 Millionen Übernachtungen.

Immerhin geht es auf niedrigem Niveau etwas aufwärts. Denn verglichen mit dem Mai 2020 war es ein Plus von 10 Prozent - da die Übernachtungszahlen vor einem Jahr aber am Boden lagen, ist dies wenig aussagekräftig.

Mitte Mai dieses Jahres lockerte die Landesregierung die Corona-Schutzregeln, seither dürfen in den Hotels auch Touristen schlafen. Zuvor durften nur Geschäftsreisende beherbergt werden. Das Gastgewerbe ist eine von der Pandemie am heftigsten getroffenen Branchen.

Ein Sprecher des Gastgewerbe-Verbandes Dehoga wertete die Zahlen als ernüchternd, aber wenig überraschend - sie zeigten, dass es der Branche nach wie vor schlecht gehe. Geschäftsreisende seien sehr wichtig für das NRW-Gastgewerbe, sagte er. Weil es aber kaum Kongresse, Messen und größere Firmenevents gebe, trete der Geschäftsreiseverkehr auf der Stelle. Neben der Forderung, Corona-Hilfen zu verlängern, untermauerte er die Erwartung des Dehoga an die Politik, Hotels und Restaurants auch bei steigenden Neuinfektionszahlen offen zu lassen und andere Pandemie-Kennziffern, etwa die Belastung des Gesundheitswesens und den Impffortschritt, im Blick zu haben. «Unsere Branche braucht die Perspektive, dass wir offen bleiben dürfen - und dass es keinen Lockdown mehr gibt.»

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