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NRW-Landtag schreibt Preis für Nachwuchskünstler aus

Kunst wird im nordrhein-westfälischen Landtag schon seit langem groß geschrieben. Das Haus verfügt über eine stattliche Sammlung. Nun stiftet das Parlament einen Preis für Nachwuchskünstler.

dpa

Landtagspräsident Andre Kuper (CDU) vor dem Kunstwerk Interferenzen von Günther Uecker. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der NRW-Landtag schreibt in diesem Jahr erstmals einen neuen Preis für Nachwuchskünstler aus. Der mit 15 000 Euro dotierte «Kunstpreis des Landtags Nordrhein-Westfalen» solle künftig jedes Jahr verliehen werden, sagte Landtagspräsident André Kuper der Deutschen Presse-Agentur. «Kunst ist ein wesentlicher Teil unserer Demokratie», sagte er. Mit dem Kunstpreis solle die Kunst in der freiheitlichen Demokratie gewürdigt werden.

Zum 75. Geburtstag des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen solle mit dem Preis jenseits der Corona-Belastungen auch etwas Bleibendes geschaffen werden, sagte Kuper. Gerade in dieser für Künstlerinnen und Künstler nicht einfachen Zeit sei der Preis aber auch «ein besonderes Zeichen der Verbundenheit».

Die Ausschreibung läuft online vom 1. Juni bis 30. September. Verliehen werden soll der Preis erstmals am 17. Januar 2022. Teilnehmen können Künstler aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Fotografie oder neue Medien. Bedingung ist, dass sie in NRW wohnen, arbeiten oder ihre künstlerische Ausbildung in dem Bundesland abgeschlossen haben. Der Studienabschluss soll nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

Die Jury des Kunstpreises ist hochrangig besetzt. Zu ihr gehören neben dem Kunstprofessor Bogomir Ecker unter anderem die Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, Andrea Firmenich, und die Rektorin der Städel-Schule in Frankfurt, Professorin Yasmil Raymond.

NRW habe große Künstler hervorgebracht von Joseph Beuys über Gerhard Richter bis zu Rosemarie Trockel und Katharina Fritsch, sagte Kuper. Das Land beheimate viele Kunstorte von internationalem Rang. Auch der Landtag selbst sei ein Ort der Kunst. Allein im laufenden Jahr habe das Parlament neun Kunstwerke gekauft, davon sieben von Künstlerinnen.

Die Landtagssammlung umfasst mittlerweile knapp 800 Werke, darunter Arbeiten von Ewald Mataré, Günther Uecker, Otto Piene, Gotthard Graubner und Jörg Immendorff.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-515888/2

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