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Opfer der Hochwasserkatastrophe bekommen Milliardenhilfen

Berlin/Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht in einer Pressekonferenz. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Milliarden für den Wiederaufbau: Der Hilfsfonds für die Opfer der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli vor allem im Westen Deutschlands ist unter Dach und Fach. Nach dem Bundestag stimmte am Freitag in Berlin auch der Bundesrat zu. Insgesamt sollen für den Wiederaufbau in den nächsten Jahren bis zu rund 30 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte, viele Menschen hätten in den Flutregionen geholfen. Die Zivilgesellschaft habe sich bewährt.

Informationen zum Förderstart will die Landesregierung an diesem Montag geben, wie ein Sprecher des Bauministeriums der dpa sagte. Die Landesregierung rechnet mit einer regen Nachfrage nach Wiederaufbauhilfen. Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) ging vor gut zwei Wochen von bis zu 100.000 Anträgen für Finanzhilfen aus dem privaten Bereich sowie von etwa 11.000 Anträgen von Unternehmen aus. Nordrhein-Westfalen erhält zum Wiederaufbau bis zu 12,3 Milliarden Euro.

Vom Bund sollen noch in diesem Jahr insgesamt 16 Milliarden Euro aus dem Wiederaufbaufonds fließen. Zwei Milliarden Euro für die Wiederherstellung der Bundes-Infrastruktur wie Autobahnen und Brücken trägt der Bund allein. Die restlichen 28 Milliarden werden je zur Hälfte zwischen Ländern und Bund geteilt. Dabei müssen die Länder ihren Anteil nicht sofort zahlen. Erst einmal streckt der Bund das Geld vor, die Länder stottern ihre Hälfte dann über 30 Jahre ab. Verteilt wird das Geld basierend auf Schadenserhebungen - Rheinland-Pfalz erhält rund 55 Prozent der Mittel, NRW rund 44 Prozent, der Rest geht nach Bayern und Sachsen.

Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen hatten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Katastrophe ausgelöst. Ganze Landstriche wurden von den Wassermassen verwüstet. Bislang wurden rund 190 Tote gezählt, mehrere Menschen gelten noch immer als vermisst. Nach ersten Schätzungen enstanden durch Starkregen und Hochwasser in NRW Schäden von mehr als 13 Milliarden Euro.

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