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Prozesse

Pflegebedürftige in Wanne ertrunken: Sohn vor Gericht

Paderborn (dpa/lnw) - Ein halbes Jahr nach dem Tod einer pflegebedürftigen Seniorin in einer Badewanne steht ihr Sohn in Paderborn vor Gericht. Die Frau war im vergangenen August in der Wanne ihrer Wohnung unter Wasser geraten und ertrunken. Die Staatsanwaltschaft warf dem 54-Jährigen am Montag in dem Totschlagsprozess vor dem Landgericht vor, er habe seine Mutter absichtlich ertrinken lassen.

dpa

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Elektromonteur die 79-Jährige, mit der er nahe Marienmünster im Kreis Höxter zusammenlebte, in die gefüllte Wanne setzte und sich selbst überließ. Die Seniorin konnte sich aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht selbstständig aufrecht halten und rutsche unter Wasser. Ihr Sohn habe das Badezimmer dennoch für längere Zeit verlassen und ihre Hilflosigkeit in Kauf genommen.

Der Verteidiger erklärte, sein Mandant wolle sich am nächsten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern. Der Prozess gegen den Deutschen soll am 16. und 24. Februar sowie am 5. März fortgesetzt werden.

© dpa-infocom, dpa:210207-99-340672/4

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