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Polizist bei Verfolgungsjagd gefährdet: Haftstrafe

Dortmund (dpa/lnw) - Nach einer halsbrecherischen Flucht vor einem Motorradpolizisten hat das Dortmunder Schwurgericht einen 25 Jahre alten Autofahrer wegen versuchten Mordes verurteilt. Die Richter verhängten am Freitag fünf Jahre und neun Monate Haft und ordneten außerdem an, dass dem Mann frühestens in fünf Jahren wieder ein Führerschein erteilt werden kann. Bei der Verfolgungsjagd soll der Angeklagte stellenweise mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde durch Hamm in Richtung Ahlen gerast sein. Als der Polizist auf einer geraden Strecke zum Überholen ansetzte, soll der Deutsche das Auto urplötzlich ebenfalls nach links gelenkt haben, so dass der Beamte stark abbremsen musste.

dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener

Das Gericht wertete die Tat als versuchten Mord. Dem Angeklagten sei in diesem Moment gleichgültig gewesen, dass der Polizist stürzen und dabei tödlich verletzt werden könnte. Der 25-Jährige hatte im Prozess eine Tötungsabsicht bestritten. Er habe nur vor der Polizei fliehen wollen, weil er keinen Führerschein hatte.

Der Motorradpolizist hatte den Angeklagten am Nachmittag des 5. Dezember 2019 in Hamm mit dem Mobiltelefon in der Hand am Steuer beobachtet. Als er den 25-Jährigen daraufhin zum Anhalten bewegen wollte, gab dieser Gas und ergriff die Flucht.

© dpa-infocom, dpa:210312-99-797773/3

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