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Prozess: 48-Jähriger soll Ex-Geliebte ermordet haben

Köln (dpa/lnw) - Ein Angeklagter hat am Freitag vor dem Kölner Landgericht gestanden, seine frühere Geliebte mit einem Dolch erstochen zu haben. Der 48-Jährige ist wegen Mordes angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft soll er der Frau im vergangenen Juli vor deren Wohnung in Leverkusen aufgelauert und sie bei einem «überraschenden Angriff» tödlich verletzt haben. Sein Ziel sei es gewesen, dem Opfer «ein möglichst großes Maß an Schmerzen» zu bereiten. Die 22-Jährige starb noch am Tatort.

dpa

Außenansicht des Landgerichts Köln. Foto: Oliver Berg

In einer Erklärung, die seine Verteidigerin am ersten Verhandlungstag verlas, räumte der Angeklagte die Tat ein. Allerdings habe ihr Mandant nicht von Anfang an vorgehabt, die Frau zu töten: «Er wollte mit ihr reden, wollte sie zurückgewinnen.» Doch als die 22-Jährige angefangen habe zu schreien, sei der Angeklagte «in Panik geraten» und habe zugestochen.

Laut Anklage hatte der Eritreer die ebenfalls aus dem ostafrikanischen Land stammende Frau 2019 in Leverkusen kennengelernt. Es entwickelte sich eine Beziehung. Der Angeklagte habe die 22-Jährige heiraten und eine Familie mit ihr gründen wollen.

Als das spätere Opfer aber von zwei vorangegangenen Ehen des 48-Jährigen erfahren habe, für die er keine Scheidungsdokumente habe vorlegen können, soll sie sich aus religiösen Gründen von ihm getrennt haben. Dadurch sei der Angeklagte «in Zorn geraten». Ein Beleg hierfür soll ein Vorfall aus dem März 2020 sein, bei dem der Angeklagte sein späteres Opfer mit einem Hammer bedroht haben soll.

Der Prozess ist mit weiteren vier Verhandlungstagen bis Ende Februar terminiert.

© dpa-infocom, dpa:210128-99-211758/4

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