1. www.azonline.de
  2. >
  3. Nrw
  4. >
  5. Reul zu Anti-Terror-Einsatz: Früh wissen, wer was plant

  6. >

Extremismus

Reul zu Anti-Terror-Einsatz: Früh wissen, wer was plant

Berlin (dpa)

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul hat nach dem Anti-Terror-Einsatz in Castrop-Rauxel das Zögern der Politik bei der Informationsbeschaffung im Netz kritisiert. «Das Wichtige ist, dass man frühzeitig weiß, wer da was plant», sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Er verstehe nicht, warum sich Deutschland hier so schwer tue und vorhandene Möglichkeiten nicht nutze.

Von dpa

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Dabei hätten die Staaten sehr unterschiedliche rechtliche Bedingungen, wie sie welche Informationen im Netz abfangen und untersuchen können. «Wir sind in Deutschland da sehr zurückhaltend», befand der Minister. Die internationale Zusammenarbeit bei den Sicherheitsbehörden funktioniere dagegen so gut, dass sehr schnell Informationen übermittelt würden. Die Polizei habe «von einem auf den anderen Tag» alle Vorbereitungen treffen und die jungen Männer festsetzen können.

In der Nacht zum Sonntag waren im nordrhein-westfälischen Castrop-Rauxel zwei Brüder im Alter zwischen 32 und 25 Jahren festgenommen worden. Die beiden Iraner sollen versucht haben, Gift für einen islamistisch motivierten Anschlag zu beschaffen. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 32-Jährigen wurden die entsprechenden Giftstoffe Cyanid und Rizin laut Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf nicht gefunden.

Am Sonntagabend wurde gegen die beiden Brüder Haftbefehl erlassen. Wie konkret die möglichen Anschlagspläne fortgeschritten waren und was ein mögliches Ziel gewesen wäre, blieb zunächst unklar. Die deutschen Ermittler waren wegen eines Tipps von Kollegen aus den USA aktiv geworden.

Startseite
ANZEIGE