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Konflikte

Solingen setzt Zeichen gegen Antisemitismus

Solingen (dpa/lnw) - Ein breites Bündnis hat am Freitag in Solingen ein Zeichen gegen Hass und Antisemitismus gesetzt. Am Rathaus versammelten sich Vertreter von Stadt, Jüdischer Kultusgemeinde, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und des Zusammenschlusses «Bunt statt Braun». In der Nacht zu Donnerstag war eine vor dem Rathaus gehisste israelische Flagge vom Fahnenmast gerissen und verbrannt worden. Dieser «Akt des offenen Antisemitismus» werde nicht widerspruchslos hingenommen, betonten Teilnehmer der Kundgebung. Coronabedingt waren nicht mehr als 70 Personen zugelassen.

dpa

Eine Teilnehmerin einer Kundgebung gegen Hass und gegen das Wiedererstarken von Antisemitismus hält ein Pappschild. Foto: Henning Kaiser

Der Vorfall war gefilmt und über die sozialen Medien verbreitet worden, wie die Stadt mitteilte. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Der oder die Täter waren am Freitag noch unbekannt.

Die Fahne war erst am Mittwoch gehisst worden. Die Stadtverwaltung habe damit an die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland am 12. Mai 1965 erinnern wollen. Während der Veranstaltung am Freitag wurde demonstrativ eine neue Israel-Fahne am Mast hochgezogen, wie ein Stadt-Sprecher schilderte. Sie solle aber planmäßig nur noch vorübergehend gehisst bleiben. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) hatte den Vorfall als «schändliche Tat» verurteilt.

© dpa-infocom, dpa:210514-99-600996/2

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