Gesundheit

SPD begrüßt Stamps Lockerungs-Plan: Wöchentliche Tests

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die von NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) vorgeschlagene Corona-Exit-Strategie bekommt Zuspruch ausgerechnet aus der Opposition: «Der Vorschlag von Joachim Stamp ist ein Ansatz, über den es sich zu diskutieren lohnt. Er ist jedenfalls der erste Impuls eines Mitglieds der NRW-Landesregierung, in dem eine längerfristige Perspektive in den Blick genommen wird», sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty.

dpa

Joachim Stamp (FDP), Kinder- und Familienminister und stellvertretender Ministerpräsident von Nordrhein-Westfahlen. Foto: Rolf Vennenbernd

Stamp hatte am Freitag den «persönlichen Vorschlag» eines Fünf-Stufen-Plans zum Ausstieg aus dem Corona-Lockdown vorgelegt. Der Familienminister bezog sich auf weitere Faktoren jenseits der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz - wie zum Beispiel die Neuerkrankungen bei Über-80-Jährigen.

Eben jenen Faktor nannte Kutschaty «interessant». Die SPD-Fraktion hatte selbst bereits einen Stufenplan vorgestellt. Beim Vorschlag von Stamp fehle ihm allerdings «das dringend benötigte Sicherheitsnetz», sagte Kutschaty. So brauche es «auch eine Mutationsstrategie und eine umfassende Testinfrastruktur in unserem Land.»

Deutschland liege im aktuellen Test-Ranking unter den Industrieländern abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. «Jede Bürgerin und jeder Bürger muss einmal pro Woche die Möglichkeit haben, sich testen lassen zu können. Vor allem an Kitas und Schulen muss das regelmäßige Testen auf der Tagesordnung stehen», so Kutschaty.

© dpa-infocom, dpa:210207-99-335636/2

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