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Steinmeier zeichnet Engagierte mit Verdienstorden aus

Berlin/Essen (dpa/lnw)

Für ihr herausragendes «Engagement in der Einwanderungsgesellschaft» zeichnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der kommenden Woche 15 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Darunter sind auch zwei Geehrte aus Nordrhein-Westfalen: Roonak Aziz aus Düren und Turgay Tahtabaş aus Essen, wie das Bundespräsidialamt am Donnerstag in Berlin mitteilte. Steinmeier will die acht Frauen und sieben Männer am 3. Dezember in Schloss Bellevue auszeichnen.

Von dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht. Foto: Britta Pedersen/dpa

Bei Tahtabaş hob das Amt dessen vielfältiges Engagement hervor. Unter anderem sei er Bildungsbotschafter der Türkischen Gemeinde in Deutschland sowie Gründer und Geschäftsführer von «Zukunft Bildungswerk» in Essen. Die gemeinnützige Organisation erteilt derzeit in sechs Städten des Ruhrgebiets rund 1500 Schülerinnen und Schülern Nachhilfe-Unterricht als Maßnahme aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Im Frühjahr war «Zukunft Bildungswerk» mit einer mehrsprachigen «Corona-Homeschooling-Hotline» auf überregionales Interesse gestoßen. Von Januar bis Juli half die Organisation laut Tahtabaş Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen in insgesamt rund 4000 Nachhilfe-Videokonferenzen in fast allen Fächern.

Bei Roonak Aziz aus Düren hob das Bundespräsidialamt vor allem ihr Engagement für Frauen hervor, die von Gewalt betroffen sind. So sei sie unter anderem im Migrantinnen-Netzwerk gegen häusliche Gewalt «Goldrute» aktiv oder in der Migrantinnen-Selbstorganisation «Irakisch-Kurdischer Sport-und Kulturverein». Durch Sportkurse ermögliche sie Mädchen und Frauen, ihre häufige häusliche Isolation zu verlassen und sich vernetzen zu können. Auch kommunalpolitisch sei Aziz aktiv.

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