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ThyssenKrupp treibt Ausgliederung des Stahlbereichs voran

Düsseldorf (dpa) - ThyssenKrupp-Chefin Martina Merz kann die Ausgliederung des Stahlbereichs aus dem Gesamtkonzern mit Rückendeckung des Aufsichtsrats vorantreiben. «Der Aufsichtsrat hat am Mittwoch unseren eingeschlagenen Weg bestätigt. Wir können uns jetzt ganz auf die Verselbstständigung konzentrieren», sagte Merz der «Rheinischen Post» (Freitag).

dpa

Das Logo von ThyssenKrupp hängt auf einer Tür im Maschinenraum für Aufzüge. Foto: Marcel Kusch

Merz will die kriselnde Stahlsparte des Revierkonzerns aus eigener Kraft wieder wettbewerbsfähig machen. Am Ende könne eine Abspaltung stehen oder eine selbstständige Tochter mit eigener Finanzierung, sagte sie. Eine Fusion mit anderen Stahlherstellern sei für ThyssenKrupp «aktuell kein Thema». Sie spreche zwar mit dem Chef des zweitgrößten deutschen Stahlherstellers Salzgitter, Heinz Jörg Fuhrmann, über Branchenthemen, «aber nicht über eine Fusion».

Merz forderte eine aktivere Rolle des Staates beim klimafreundlichen Umbau der Stahlproduktion. «Ich erwarte da von der Politik mehr Koordinierungsleistung.» Es müsse auch «staatliches Geld fließen, wenn die Branche den Umbau schaffen soll». Zudem gehe es darum, «grüne Märkte entstehen zu lassen und zu fördern».

© dpa-infocom, dpa:210520-99-679982/3

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