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Urteile im Prozess um Dopinghandel für Bodybuilder erwartet

Der Stoff war für Bodybuilder gedacht und wurde in Mönchengladbach in einem Labor illegal fabriziert. Vor dem dortigen Landgericht geht am Dienstag wahrscheinlich der Strafprozess gegen zwei Hauptangeklagte zu Ende. Die Anklage hat Haftstrafen beantragt.

dpa

Am Landgericht Mönchengladbach hängt ein Schild mit der Aufschrift «Landgericht». Foto: Marius Becker

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Im Strafprozess um einen großangelegten Handel mit Dopingmitteln vor dem Landgericht Mönchengladbach sollen heute die Urteile gegen die beiden Hauptangeklagten verkündet werden. Ihnen wird vorgeworfen, in einem Drogenlabor illegal Dopingmittel hergestellt und bei Bodybuildern vertrieben haben.

Ein 45-jähriger Angeklagter soll nach dem Antrag der Anklage eine Freiheitsstrafe von fast sechs Jahren bekommen. Er hat demnach die Ware bestellt, das Labor betrieben und mit Drogen gehandelt. Einem weiteren Angeklagten (56) wird der Besitz von Dopingmitteln in nicht geringer Menge sowie das gewerbsmäßige Handeltreiben vorgeworfen. Der Staatsanwalt hat für ihn drei Jahre Haft gefordert.

Fünf weitere Angeklagte wurden bereits zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt oder die Verfahren wurden vorläufig gegen eine Geldauflage eingestellt. Die geständigen Angeklagten hatten die Grundstoffe und fertigen Dopingmittel kiloweise günstig in China bestellt und sich per Paket zuschicken lassen. Das Drogenlabor war Mitte August 2019 nach monatelangen Ermittlungen vom Zoll ausgehoben worden.

© dpa-infocom, dpa:210510-99-544353/2

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