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Gesundheit

Verband: Lkw-Fahrer bei Impfreihenfolge in NRW benachteiligt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Lkw-Fahrer, Lagerarbeiter und Disponenten werden nach Auffassung der Verkehrswirtschaft bei der Impfreihenfolge in Nordrhein-Westfalen benachteiligt. «Unsere Leute stehen für die Grundabsicherung der Gesellschaft ein», erklärte der Vorsitzende des Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik NRW, Horst Kottmeyer, am Donnerstag. Man drängele sich nicht um eine höhere Einstufung in der Impfreihenfolge. «Es ist für uns nur unerklärlich und enttäuschend, dass ausgerechnet in NRW - im Logistikland Nr. 1 der Bundesrepublik - Logistiker schlechter gestellt werden», betonte er. Gerade die Lkw-Fahrer seien viel unterwegs und hätten viele Kundenkontakte.

dpa

Die Corona-Impfverordnung des Bundes stufe Beschäftigte der Logistik in die Priorisierungsgruppe 3 der Impfreihenfolge ein. Nach dem Willen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) starte die Terminvergabe vorerst jedoch nicht für die Beschäftigten in der Logistik. Diese sollten erst zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der Gruppe 3 geimpft werden, kritisiert Kottmeyer. Seien die Logistiker im ersten Lockdown noch Helden des Alltags gewesen, die öffentlichen Beifall für ihren Einsatz gegen leere Supermarktregale ernteten, sei spätestens jetzt der Applaus spürbar verhallt. Auch weitere Gruppen der Priorisierungsgruppe 3 können in NRW derzeit noch keinen Termin buchen.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-495541/2

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