Kommunen

Verdi kritisiert «Spaltung» bei Impfpriorisierung

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wirft der Landesregierung eine «Spaltung» beim Impfen von Mitgliedern der Priorisierungsgruppe 3 vor. In NRW wird zunächst nicht allen Betroffenen ein Impfangebot gemacht, sondern zunächst unter anderem Lehrern, Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel oder Steuerfahndern.

dpa

Eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff wird aufgezogen. Foto: Federico Gambarini

Etliche andere «systemrelevante» Berufsgruppen müssen sich noch gedulden. Verdi-Landeschefin Gabriele Schmidt sagte am Freitag: «Es kann nicht sein, dass Beschäftigte, die seit Beginn der Pandemie im direkten Kunden- sowie Bürgerkontakt stehen, nun selbst in der Priorisierungsgruppe 3 vorerst nicht berücksichtigt werden.»

Wer im Arbeitsalltag vielen Menschen begegne, sei einem erhöhten Risiko ausgesetzt. «Es ist unverständlich und wirft Fragen auf, nach welchen Kriterien die Landesregierung hier entschieden hat. Statt komplette Berufsgruppen auszuschließen, sollte der Fokus darauf liegen, wer den meisten Kontakten ausgesetzt ist», so Schmidt.

© dpa-infocom, dpa:210507-99-510601/2

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