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Wallfahrt in Kevelaer hat begonnen

Mit ihren Ängsten in der Corona-Zeit suchen gläubige Menschen Hilfe an Wallfahrtsorten wie in Kevelaer. Mit einem Festgottesdienst hat dort das Wallfahrtsjahr begonnen.

dpa

Eröffnung der alljährlichen Wallfahrt in Kevelaer am 1. Mai 2020. Foto: Fabian Strauch

Kevelaer (dpa) - Mit einem Festgottesdienst in der Marienbasilika hat am Samstag das Wallfahrtsjahr in Deutschlands zweitgrößtem Wallfahrtsort Kevelaer begonnen. Die festliche Eröffnung übernahm in diesem Jahr der Duisburger Prämonstratenser-Abt Prälat Albert Thomas Dölken. Nach alter Tradition klopfte er dabei dreimal symbolisch an die geschlossene Pilgerpforte. Dazu rief er den Satz «Öffnet die Tore unserem Erlöser Jesus Christus» in den Sprachen Latein, Deutsch, Niederländisch und Englisch. Anschließend zog er mit seinem Gefolge in die Kirche ein.

Die Zahl der Gottesdienstbesucher war wegen der Corona-Pandemie von sonst über 1000 auf 150 begrenzt. Im Wallfahrtsjahr bis Anfang November würden wegen der Pandemie auch deutlich weniger Pilger erwartet, sagte der Kevelaerer Wallfahrtsleiter Rainer Killich. In normalen Jahren besuchen bis zu eine Million Pilger die Kleinstadt nahe der niederländischen Grenze.

Die Gläubigen beten in der Gnadenkapelle vor der Kirche das winzige Marienbild «Trösterin der Betrübten» an und bitten um Beistand. Auch wenn die Zahl der Pilger wegen der Corona-Auflagen geringer sei - die Nöte der Menschen seien es nicht, sagte Killich. Das sehe er schon daran, dass die Menschen zahlreiche Kerzen mit der Bitte um Beistand aufstellten.

Während der Wallfahrtssaison bietet Kevelaer täglich Gottesdienste für Pilger an - und auch die Gelegenheit zu einem seelsorgerlichen Gespräch über Ängste in der Corona-Zeit.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-421164/3

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