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Tarifkonflikt

Warnstreiks in Metallindustrie: 119 Betriebe betroffen

Düsseldorf/Mülheim (dpa/lnw)

Kurz vor der vielleicht entscheidenden 5. Verhandlungsrunde am Donnerstag in Baden-Württemberg lässt die IG Metall noch einmal ihre (Warnstreik-)Muskeln spielen. Allein in Nordrhein-Westfalen zählt die Gewerkschaft mehr als 14.000 Teilnehmende.

Von dpa

Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie protestieren mit einem Warnstreik. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Im Tarifstreit der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie haben sich am Dienstag nach Angaben der IG Metall mehr als 14.000 Beschäftigte aus 119 Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Die größte Kundgebung habe mit 1800 Teilnehmenden in Bielefeld stattgefunden, berichte die Gewerkschaft in Düsseldorf. In Mülheim hätten sich 1750 Beschäftigte aus Mülheim, Essen, Oberhausen und Gelsenkirchen getroffen. Jeweils 1000 Beschäftigte seien in Arnsberg, Lippstadt und Lüdenscheid dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt.

Die Warnstreiks sollen fortgesetzt werden. Für Mittwoch kündigte die Gewerkschaft Aktionen in landesweit mehr als 80 Betrieben an.

Am vergangenen Donnerstag war die vierte Verhandlungsrunde in NRW ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Einen Termin für eine fünfte Runde gibt es nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers bislang nicht. In NRW sind in der Branche rund 700.000 Menschen beschäftigt.

Die Arbeitgeber hatten in den bundesweit regional geführten Verhandlungen jeweils Einmalzahlungen von 3000 Euro und bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. Die IG Metall verlangt für einen Zeitraum von zwölf Monaten dauerhaft acht Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten.

Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden richten sich die Blicke jetzt auf den Bezirk Baden-Württemberg, wo es einen Pilotabschluss geben könnte. Die nächsten Verhandlungen sind dort an diesem Donnerstag geplant. Am Montagabend hatte sich der IG Metall-Vorstand für einen Einigungsversuch in dem Bezirk ausgesprochen.

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