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Zu oft gewechselt? Wolfsburg droht nachträgliches Pokal-Aus

Münster (dpa)

Von dpa

Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel steht an der Seitenlinie und fängt einen Ball. Foto: Guido Kirchner/dpa

Dem Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg droht möglicherweise das nachträgliche Aus im DFB-Pokal. Denn Viertligist Preußen Münster erwägt nach Medienberichten einen Einspruch gegen die Wertung des 3:1 (1:1, 0:0)-Sieges der Niedersachsen am Sonntag. Der Champions-League-Teilnehmer wechselte sechsmal, das ist aber laut DFB-Statuten nicht erlaubt. Möglich sind nur fünf Wechsel, eine zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig, heißt es in den Regeln.

«Ja, es ist uns bewusst, dass Wolfsburg sechsmal gewechselt hat. Wir werden das intern besprechen und entscheiden, ob und wie wir dagegen vorgehen», sagte Münsters Manager Peter Niemeyer der «Bild». Unmittelbar nach dem Spiel war offenbar niemand von einem Regelverstoß ausgegangen, so dass dies auch auf der Pressekonferenz kein Thema war. Gut zwei Stunden nach Spielende waren beide Vereine für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Dreimal hatte VfL-Trainer Mark van Bommel bei seinem Pflichtspieldebüt während der regulären Spielzeit gewechselt, dazu kamen drei weitere Wechsel in der Verlängerung. Die Wolfsburger sollen sich nach dpa-Informationen mehrfach beim Vierten Offiziellen erkundigt haben, ob der sechste Wechsel erlaubt sei. Demnach habe es keinen Widerspruch gegeben. Schiedsrichter Christian Dingert soll die Wechselproblematik laut Medienberichten im Spielbericht notiert haben. Dazu äußern wollte er sich nicht.

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