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Zusätzliche Corona-Auflagen in weiteren Regionen

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Mit der steigenden Neuinfektionen greifen in weiteren Regionen von Nordrhein-Westfalen zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus - beispielsweise in der Innengastronomie. Nach einer Übersicht des Gesundheitsministeriums gilt die Regionalstufe 2 ab diesem Freitag in dann insgesamt acht der landesweit 53 Kreise und kreisfreien Städte. Am Donnerstag waren zu Solingen, Düsseldorf und dem Rhein-Erft-Kreis in der Stufe 2 die Millionen-Stadt Köln und der Oberbergischen Kreis hinzugekommen. Ab Freitag sind auch Bonn, der Kreis Gütersloh und Krefeld in dieser Kategorie der Schutzmaßnahmen. Für sehr viele weitere Kreise und kreisfreie Städte zeichnet sich diese Hochstufung ab, sofern nicht das Land zuvor die Regeln ändert.

So teilte die Stadt Bonn bereits mit, dass für die Innengastronomie und viele Freizeiteinrichtungen wieder ein 3G-Nachweis - entweder geimpft, genesen oder getestet - notwendig sei. Dazu zählten Bäder, Saunen, Indoorspielplätze, Minigolfanlagen, Hochseilgärten, Kletterparks, Spielbanken, Ausflugsschiffe, Kutschen oder historische Eisenbahnen. Der Betrieb von Clubs und Diskotheken sowie Bordellen und Swingerclubs sei nicht mehr zulässig, listete die Stadt in einer Übersicht auf. Aber auch in den Bereichen Sport und Kultur, im Einzelhandel und bei den privaten Kontakten im öffentlichen Raum griffen mit der Regionalstufe 2 strengere Regeln.

Der Landrat des Oberbergischen Kreises, Jochen Hagt (CDU), appellierte am Donnerstag an die Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam gegen die steigenden Infektionen vorzugehen. «Viele Bürgerinnen und Bürger im Oberbergischen Kreis haben "die Ärmel hochgekrempelt" und sich impfen lassen, um der weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Auch wer achtsam im Kontakt mit anderen ist und nach wie vor die grundlegenden AHA-Regeln beachtet, trägt dazu bei, dem dynamischen Verlauf des Infektionsgeschehens entgegen zu wirken», erklärte er. Es komme vermehrt wieder zu Ansteckungen im häuslichen Bereich und bei Feiern. Besonders jüngere Menschen seien betroffen.

Die regionale Stufe ist eigentlich für stabile Sieben-Tage-Inzidenzen von 35,1 bis 50 vorgesehen. Die Landesregierung hatte aber die höchste regionale Inzidenzstufe 3 für stabile Werte von mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen Ende Juli vorerst bis zum 19. August ausgesetzt. Damit ist die Stufe 2 derzeit die höchste bei den regionalen Einschränkungen. Die Stadt Solingen weist schon seit einiger Zeit Werte von deutlich über 50 aus. Nach den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts liegen aktuell 12 Kreise und kreisfreie Städte in NRW über der Marke von 50. Über der Inzidenz-Marke von 35 sind es sogar bereits 35.

Die zusätzlichen Maßnahmen der derzeit höchsten Regionalstufe 2 greifen, wenn eine Kommunen oder ein Kreis acht Tage in Folge über der Marke von 35 ist. Sie treten dann am übernächsten Tag in Kraft. Die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes läuft am 19. August aus. Sie gilt solange bis eine neue Verordnung in Kraft tritt.

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