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Tischtennis: Teams des VfL Billerbeck legen alle Hoffnungen auf die neue Saison

Blick voraus nach Vollbremsung

Billerbeck. Das Abenteuer Verbandsliga umfasste bisher exakt zwei Auftritte. Dann begann die Warteschleife – und die wird noch bis nach den Sommerferien geduldig zu ertragen sein. Und das gilt nicht nur für die Damen des VfL Billerbeck, sondern für alle Tischtennis-Mannschaften, denen durch die Corona-Pandemie eine vollständige Spielzeit verloren geht. „Wir hatten schon noch gehofft, dass es eventuell Ende März weitergehen könnte“, zuckt Hermann Schulze Brock mit den Schultern. Seitdem der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) aber Fakten geschaffen hat, steht fest: Das lange Warten auf die Rückkehr an die Platte im Meisterschaftsbetrieb geht weiter.

Frank Wittenberg

Ausgebremst in ihrer ersten Verbandsliga-Saison: (von links) Vivien Walde, Lea Laukamp, Henrike Fehmer, Emma Vogt und Helene Volmer vom VfL Billerbeck hoffen auf den Neustart, der für Ende August vorgesehen ist. Foto: Archiv

Fünf Herrenteams zwei Damenmannschaften, sogar sieben Schüler- und Jugendteams, mit diesem großen Aufgebot war der VfL Billerbeck Ende August in die neue Saison gestartet. Erstmals in der Vereinsgeschichte gingen die Damen um Vivien Walde, Lea Laukamp, Henrike Fehmer, Emma Vogt und Helene Volmer als Aufsteiger in der Verbandsliga an den Tisch. 5:7 gegen Westfalia Kinderhaus, dann ein 2:10 beim TuS Hiltrup II, und schon war wieder Feierabend. „Weil es in einigen Vereinen Infektionen gegeben hatte, sind schon einige Spiele verlegt worden“, erzählt Hermann Schulze Brock. Ende Oktober war dann ganz Schluss. Und mittlerweile steht fest: Eine Wertung gibt es nicht, alles wird auf null gestellt. „In vielen Vereinen ist nicht absehbar, wann eine Rückkehr in die Halle möglich ist“, weiß der VfL-Abteilungsleiter. Bis zum letzten Moment habe der Verband versucht, zumindest noch die Hinrunde abzuschließen und damit die Spielzeit zu retten – vergeblich.

Trotzdem blicken Schulze Brock und seine Mitstreiter optimistisch nach vorne. Ob vielleicht schon Anfang April ein Training in der Halle wieder möglich sein wird, hängt vom Inzidenzwert ab. An den Hygienekonzepten wird es jedenfalls nicht scheitern, betont der Abteilungsleiter: „Die haben wir schon im vergangenen Jahr ausgearbeitet, und sie haben sich bewährt.“ Und wenn sie tatsächlich noch im Frühjahr die Bälle schlagen dürfen, besteht möglicherweise die Aussicht, vielleicht noch die Einzelturniere spielen zu können.

Zum Beispiel die Westdeutschen Jugendmeisterschaften, die für Ende Mai geplant sind und für die sich in der Altersklasse U 18 mit Frederike Starp, Lea Laukamp und Henrike Fehmer gleich drei Billerbeckerinnen qualifiziert haben. Und dann haben sie selbstverständlich die Ortsentscheide der Tischtennis-Mini-Meisterschaften im Blick, die noch bis zum 31. Mai durchgeführt werden könnten, wenn es vor Ort zulässig ist. „Vielleicht ist da kurzfristig eine Veranstaltung machbar“, blickt Schulze Brock voraus. Im Hinblick auf die Nachwuchsgewinnung, die über diesen Wettbewerb laufe, sei das für die Vereine ganz wichtig.

Neue Aktive gewinnen, aber auch die bisherigen Spieler bei Laune halten, das steht für die Verantwortlichen der Tischtennisabteilung im Vordergrund. Denn dadurch, dass die Hallen seit Monaten geschlossen seien, gebe es nicht viele Kontaktmöglichkeiten. „Die dringlichste Aufgabe wird sein, unsere Mitglieder wieder einzusammeln“, betont Schulze Brock. „Aber ich bin sehr optimistisch, dass alle dabei bleiben.“ Denn die Sehnsucht, wieder in den gewohnten Rhythmus zu kommen, sei bei allen groß. Ende August, so ist der Plan, soll die Saison 2021/22 starten, in der identischen Konstellation und Besetzung der Ligen wie genau ein Jahr zuvor. „Dann hoffen wir auf Normalität“, sagt Hermann Schulze Brock. „Das geht ja allen Sportlern so.“

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