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Fußball: VfL-Frauen mit schwachem Auftritt gegen starken Gegner

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Billerbeck

An der Niederlage gibt es nichts zu rütteln, zu stark hat sich der Gegner präsentiert. Die Höhe aber und die Art und Weise, die haben dem Trainer doch zugesetzt. „Das ist nicht tragbar“, sprach Frank Averesch nach der 0:7-Niederlage beim FSV Gütersloh 2009 II Klartext. „So dürfen wir uns nicht präsentieren.“ Für ihn und seinen Co-Trainer Daniel Richter steht bei den Westfalenliga-Fußballerinnen des VfL Billerbeck erst einmal Aufbauarbeit an.

Von Frank Wittenberg

Nicht nur dem Trainer standen nach dem 0:7 die Haare zu Berge: Lea Haverkamp und die VfL-Fußballerinnen kassierten in Gütersloh eine deutliche Niederlage. Foto: Foto: fw

Nach nur zwölf Minuten war schon praktisch ein Haken am Unternehmen Auswärtspunkt, denn zu diesem Zeitpunkt lag der VfL bereits mit 0:2 hinten. „Ärgerlich war vor allem, wie die Tore zustande gekommen sind“, schüttelte Averesch den Kopf. Bei einer Ecke stimmte die Zuordnung nicht, sodass die Gastgeberinnen in Überzahl am zweiten Pfosten auftauchten und Chiara Tappe zum 1:0 einköpfen durfte. Acht Minuten später erlaubten sich die Billerbeckerinnen einen Ballverlust im eigenen Strafraum – Foul, Elfmeter, das 2:0 durch Lena Meynert. „Da gingen die Köpfe völlig runter“, berichtete der Trainer, der in der 30. Minute auch noch das 0:3 durch Lena Meynert notieren musste.

Ein Ergebnis, das sicherlich der Qualität des Gegners geschuldet war. „Eine ganz junge Mannschaft, völlig verändert gegenüber dem Vorjahr“, richtete Frank Averesch ein Kompliment an die Zweitliga-Reserve, die dem VfL in allen Belangen überlegen war. Leider gelang aber das Vorhaben der Gäste nicht, die Niederlage in einem erträglichen Rahmen zu halten. Weil Katharina Maus über Kreislaufprobleme klagte und Averesch schon vier Auswechslungen vorgenommen hatte, mussten die Billerbeckerinnen die Schlussphase in Unterzahl überstehen – was nicht wirklich gut gelang, denn Gütersloh schraubte das Ergebnis in der letzten Viertelstunde durch Tore von Lena Meynert (2), Chriara Tappe und Svenja Hörenbaum auf 7:0. „Hätten wir mit elf Spielerinnen weitermachen können, wäre es nicht so klar ausgefallen“, zeigte sich der Trainer überzeugt. „Trotzdem dürfen wir uns nicht so verhalten und solche Räume lassen.“

So scheint sich zu bewahrheiten, was Frank Averesch schon vor der Saison vermutet hatte: „Das wird harte Arbeit, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Denn viele Mannschaften hätten sich sehr verstärkt. Aber aufgeben gilt nach zwei Niederlagen und dem letzten Platz in der Westfalenliga ganz sicher nicht. „Wir werden jetzt nicht draufhauen, sondern alles dafür tun, den Spaß zurückzugewinnen“, kündigte der Trainer an. Damit es am Sonntag besser läuft: Dann kommt der FC Donop-Voßheide zum Helker Berg, der bisher einen Punkt auf dem Konto und zuletzt 1:7 gegen Fortuna Freudenberg verloren hat – wichtiger geht es kaum. 7 FSV Gütersloh 2009 II – VfL Billerbeck 7:0; Tore: 1:0 Chiara Tappe (4.), 2:0, 3:0, 4:0 und 5:0 Lena Meynert (12., FE, 30., 76., 83.), 6:0 Chiara Tappe (86.), 7:0 Svenja Hörenbaum (89.).

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