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Aus beruflichen Gründen hat Olaf Buschkötter seinen Dienst quittiert

Stilvoll im Abgang

Billerbeck (uh). Der Abschied kam plötzlich. Doch die Verantwortlichen der Fußballabteilung waren vorgewarnt. „Schon vor ein paar Wochen hatte Olaf Buschkötter mir in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er auf eigenen Wunsch nur noch bis zum 31. Dezember zur Verfügung stehen würde“, erklärte Florian „Ritze“ Rzeha, Obmann beim A-Kreisligisten VfL Billerbeck. „Mit dem Spiel gegen Holtwick endet nun sein Engagement als Trainer der ersten Mannschaft des VfL Billerbeck. Er macht Platz für Steffen Szymiczek.“ Sein Nachfolger hatte bis zum Sommer das Kommando bei Schwarz-Weiß Havixbeck.

Ulrich Hörnemann

Der Beruf hat Vorrang: Olaf Buschkötter nimmt Abschied aus Billerbeck. Foto: Ulrich Hörnemann

Olaf Buschkötter, 44, der als Lohnbuchhalter in Münster tätig ist, wird sich zu Jahresbeginn 2016 beruflich weiterbilden. „Der Lehrgang geht über mehrere Monate“, berichtete Buchkötter, „mit Klausuren und Prüfungen, das ist alles sehr zeitintensiv.“ Den Tanz auf drei Hochzeiten, Familie, Beruf und Sport, hätte er auf Dauer nicht hinbekommen.

Die Zusatzbelastung habe zu diesem Schritt geführt. „Ich hatte lange hin und her überlegt“, sagte Buschkötter, „deshalb hatte ich dem Klub auch frühzeitig Bescheid gegeben, dass ich spätestens mit dem letzten Meisterschaftsspiel kurz vor Weihnachten aufhören würde. Wenn sie einen Nachfolger finden würden, habe ich Florian Rzeha gesagt, könnte er auch sofort einsteigen.“

Der Übergang sei terminlich klug gewählt. „Nächsten Sonntag ist spielfrei“, betonte Olaf Buschkötter mit Blick auf den Terminplan, „da kann sich der neue Mann gut einarbeiten, da ist genug Zeit, um die Mannschaft näher kennenzulernen.“

Der Ex-Profi, der einst beim SC Preußen Münster gespielt hat, hat sich mit einem glatten 4:0-Sieg über Schwarz-Weiß Holtwick aus der Domstadt verabschiedet. Steffen Szymiczek, zu dem Florian Rzeha bereits lose Kontakte hatte, die dann nach Buschkötters Ankündigung intensiviert wurden, wird den Job übernehmen. „Ich kannte Steffen bisher nur als Gegenspieler und absoluten Leader-Typen auf dem Platz, konnte mir aber zusammen mit unserem Sportvorstand Thilo Brossmann in den Gesprächen in den vergangenen Wochen ein genaueres Bild von seiner Person, seiner Einstellung und Denkweise dem Fußball gegenüber machen“, teilte Florian Rzeha mit. „Durch seine kommunikative und ehrgeizige Art, die große Bereitschaft, mit jungen Leuten etwas bewegen zu wollen, und das Interesse, an der Vereinsarbeit mitzuwirken, hat er uns am Ende überzeugt.“ Mittelfristig, so Rzeha weiter, solle mit einer Kombination aus gestandenen und bezirksliga-erfahrenen Spielern sowie vielen hungrigen Talenten die Rückkehr in die Bezirksliga gelingen.

Der Obmann lobte abschließend den scheidenden Trainer. „Was Olaf Buschkötter angeht, ist ihm besonders seine loyale Haltung hoch anzurechnen. Dass er uns nach der ernüchternden Bezirksliga-Saison und dem aktuellen Hinrundenverlauf die Möglichkeit gegeben hat, in Ruhe seinen Nachfolger zu suchen, ist nicht selbstverständlich. Im Namen des Vereins bedanke ich mich bei Olaf für sein Engagement und wünsche ihm sportlich wie privat alles Gute.“

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