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Fußball: Jan Ahlers sieht bei Borussia Darup nach der Hinrunde noch Luft nach oben

Wieder zur alten Stärke zurückfinden

Darup

Eine Note für das Halbjahreszeugnis zu finden, für Jan Ahlers alles andere als einfach. „Sicherlich keine 5 oder 4, eher im Dreier-Bereich. Zufrieden sind wir aber trotzdem nicht“, lautet sein Zwischenfazit nach 14 Partien seiner Borussia. Bisher ist die Punkteausbeute eher mau. 13 Zähler haben sie gesammelt, gleichbedeutend mit dem 13. Tabellenplatz – nicht das, was sie sich in Darup erhofft hatten. „Und auch nicht unser Anspruch. Die Mannschaft hat sich vor der Saison mehr erhofft“, nimmt Ahlers kein Blatt vor dem Mund.

Von Leon Eggemann

Einer gegen drei: Jonas Mölleney führt nach der Hinrunde die interne Torschützen-Liste von Borussia Darup mit fünf Treffern an.

Dass der Start in die Spielzeit 2021/22 eher schlecht als recht gelungen ist, macht der Borussia-Trainer nicht zuletzt an dem verkorksten Fehlstart fest. So setzte es gleich zum Auftakt ein glattes 0:7 in Rödder. Es folgten ein 1:1-Unentschieden gegen Brukteria Rorup, ein spielfreies Wochenende und eine bittere 3:4-Heimpleite gegen den SuS Legden. Erst am fünften Spieltag gelang mit dem 4:3-Erfolg bei Vorwärts Lette der erste Dreier der Saison. Es folgten allerdings drei Spiele ohne Sieg in Folge. „Dann stehst du schon früh da, wo du gar nicht hin wolltest. Das war für uns ein kleiner Negativ-Strudel“, schüttelt Ahlers den Kopf.

Da passte es nur ins Bild, dass die Borussen zu dieser Zeit bereits einige schwerwiegende Ausfälle verkraften mussten. „Marius und Niklas Grotthoff sind lange ausgefallen. Sven Thiemann und Stefan Laakmann haben bisher auch nur wenig gespielt – das sind gestandene Spieler, die nur schwer zu ersetzen sind“, zählt Ahlers auf, der als Spielertrainer ebenfalls Teil des Daruper Lazaretts war. Doch auch, wenn so manche erfahrene Stütze in der Mannschaft ausgefallen ist, eine Ausrede für verlorene Punkte könne das nicht sein. „Bei einigen Spielen wie bei der Heimniederlage gegen Buldern hat auch einfach die richtige Einstellung gefehlt – uns zwar die Bank durch“, bemängelt Ahlers. Mit derartigen Auftritten sind in der Kreisliga A keine Punkte zu holen.

Für die Rückrunde hat er seine Lehren daraus gezogen. „Das Credo ist eindeutig: Wenn Darup auf dem Platz steht, dann auch zu 100 Prozent“, betont das Borussia-Urgestein, das seine 18. Saison am Stück in Darup bestreitet. Letztendlich müsse im neuen Jahr wieder das abgerufen werden, was die Daruper seit Jahren ausmacht: der unbedingte Wille. „Wir gewinnen unsere Spiele nur als Einheit. Diese Mentalität müssen für Sonntag für Sonntag auf den Platz bringen“, fordert der Spielertrainer.

Mit der richtigen Einstellung soll in der Rückrunde zur alten Stärke zurückgefunden werden. Zumal mit einer aufopferungsvollen Bereitschaft auch andere Baustellen aus der Hinrunde behoben werden können, wie Ahlers ergänzt: „Wenn der Einsatz stimmt, dann fällt uns auch die Defensivarbeit leichter.“ Immerhin haben die Daruper in den 14 Partien ganze 38 Gegentreffer schlucken müssen – nach Lette (42) Liga-Höchstwert.

Die Devise ist also eindeutig. „Wir haben jetzt den Reset-Knopf gedrückt und greifen im neuen Jahr wieder an“, blickt Ahlers 2022 optimistisch entgegen. Mit Biss und Leidenschaft soll ab dann wieder regelmäßig Borussia-Fußball gespielt werden – in der Hoffnung, dass die Gesamtnote zum Saisonende vielleicht noch zu einer 2 umgemünzt wird.

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