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Volleyball: SG 06 verliert auch das zweite Relegationsspiel um den Aufstieg gegen den Oldenburger TB

Das Wunder von Coesfeld bleibt aus

Coesfeld

Die Hoffnung auf das Wunder von Coesfeld verpuffte nach nicht einmal 30 Minuten. Punkt 16.26 Uhr war es gestern Nachmittag, als die Gäste des Oldenburger TB ihren dritten Satzball verwandelten. Ein Satzball, der zugleich die Relegation um den Aufstieg in die Dritte Liga entschied – gegen die SG Coesfeld 06, die den Sprung nicht geschafft hat. „Wir hatten leider nur noch eine kleine Chance“, verwies Udo Jeschke darauf, dass sein Team schon einen absoluten Sahnetag hätte erwischen müssen. Das gelang trotz der tollen Unterstützung von den Rängen nicht: Nach dem 0:3 am Freitagabend in Oldenburg ging auch das Rückspiel in eigener Halle mit 1:3 verloren.

Von Frank Wittenberg

Zu selten wussten sich Yannick van Dijk (rechts) und seine Teamkollegen in den beiden Spielen gegen Oldenburg durchzusetzen.

Einen einzigen Satz brauchten die Gäste nur noch, und den holten sie sich gleich zu Beginn. „Weil wir es leider wieder nicht geschafft haben, mit unseren Aufschlägen Druck auszuüben“, wusste der Trainer um das Hauptproblem, das sie auch schon durch die entscheidenden Spiele der Endrunde wie gegen den Brühler TV begleitet hatte. Zu fehlerbehaftet, zu vorsichtig – „dadurch ermöglichen wir es dem Gegner, schnelle Angriffe zu spielen.“ Die Spieleröffnung sei der erste Schlüssel, aber das habe zuletzt nicht mehr funktioniert. Wie am Freitag nutzte der Oldenburger TV diese Coesfelder Schwäche aus, führte durch den gesamten ersten Durchgang und holte sich diesen schon entscheidenden Satz mit 25:21.

Bei aller Enttäuschung: Die SG'ler ließen sich nicht hängen, sondern zogen die Partie bestmöglich durch. „Das haben wir gemacht, um es uns zu beweisen, vor allem aber auch für die Zuschauer“, betonte Jeschke. Weil bei den Oldenburgern nach dem feststehenden Triumph die Konzentration ein Stück nachließ, dominierte die SG 06 den zweiten Satz, setzte sich schnell auf 10:4 ab und nutzte gleich den ersten von neun Satzbällen zum 1:1-Ausgleich. Eng verliefen die nächsten beiden Durchgänge, in denen aber die Gäste aus Oldenburg jeweils knapp mit 25:23 und 26:24 die Nase vorn hatten.

Auswirkungen hatte das nicht mehr, schließlich stand der Sieger dieser Relegation schon nach dem ersten Satz fest. Dennoch war es Udo Jeschke wichtig, den Blick nach vorne zu richten. Das tat er unter anderem, indem er auch den Youngsters Ole Koch und Henry Gerding Spielanteile gab. „Ich bin stolz auf die Jungs, denn sie haben beweisen, dass sie mithalten können“, betonte der Trainer, der unter dem Strich einen großen Unterschied festhalten musste: „Oldenburg hat die Leistung auf den Punkt abgerufen, wir leider nicht.“

Vorbehaltlich aller Umstände, die sich durch die Einteilung und den Zuschnitt der Ligen noch ergeben könnten, gehen die Coesfelder Stand jetzt in der nächsten Saison weiter in der Regionalliga an den Start. Bis auf ein bis zwei Fragezeichen werde der Kader so zusammenbleiben und weiter für den möglichen Aufstieg arbeiten, kündigte der Trainer gestern Abend an. Und dann werden sie auch wieder auf das dicke Pfund setzen, das sie schon durch viele schwierige Spiele getragen hat: das fantastische Coesfelder Publikum. „Den Zuschauern gebührt ein Extra-Dank, denn die Unterstützung war während der gesamten Saison grandios“, reichte Udo Jeschke das Kompliment im Namen der gesamten Mannschaft weiter. „Schade, dass es heute trotzdem nicht gereicht hat.“

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