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In Coesfeld geboren, in Coesfeld gewonnen

Heimspiel für Jana Kappenberg

Coesfeld

Die Dame im rosa Dress stürmte mit schnellen Schritten über das Kopfsteinpflaster, riss die Arme empor und sorgte für Stimmung auf dem Marktplatz. Jana Kappenberg, die überlegene Siegerin im 10-km-Rennen, dem „Königswettbewerb“ beim 27. Citylauf, brachte Leben in die Bude.

Von Ulrich Hörnemann

Die Stimmungskanone: Jana Kappenberg, 10-km-Siegerin in 36:45 Minuten, bringt Leben in Coesfelds gute Stube. Foto: Fotos: Ulrich Hörnemann

Als gebürtige Coesfelderin triumphierte sie in 36:45 Minuten. „Das hier ist eins meiner Lieblingsrennen“, frohlockte die 42-jährige Mutter von zwei Kindern nach ihrem Heimspiel, „ich bin in dieser Stadt aufgewachsen.“ Das hat sie nicht vergessen, das verbindet ein Leben lang.

Die Eltern fieberten mit, als ihre Tochter die vier Runden gleichmäßig wie ein Uhrwerk abspulte. Werner und Ulla Hempelmann waren hin und weg. Ihre Tochter mischte das Frauenfeld auf. „Dieser Lauf ist super-schön“, sagte sie hinterher und strahlte mit der tiefstehenden Sonne um die Wette, „dabei war’s mir heute doch ein bisschen zu warm.“ Jana Kappenberg ist eigentlich ein „Frostköttel“, wie sie selbst sagte, „ich hab’s lieber etwas kälter, so mollig-warm mag ich es nicht“. In der letzten Runde kamen noch Seitenstiche hinzu. „Da dachte ich schon, ich käme gar nicht mehr ins Ziel.“ Sie hielt eisern durch und ließ sich vom Publikum feiern.

In Coesfeld ist sie bereits fünf- oder sechsmal gestartet. „Haargenau weiß ich das auch nicht“, rätselte Jana Kappenberg, „seit ungefähr acht Jahren bin ich hier aber nicht mehr gelaufen.“ Drum wurde es wieder Zeit für eine erneute Teilnahme, die sie gleich mit einem weiteren Erfolgserlebnis krönte. Milla (8), ihre Tochter, und Jari (6), ihr Sohn, freuten sich mit der ausdauernden Mama, die einfach nicht zu bremsen ist.

Jana Kappenberg, die mit ihrer Familie in Telgte wohnt, arbeitet hauptberuflich als Physiotherapeutin im Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup. Nach Feierabend geht sie regelmäßig laufen. Vier Wochen zuvor hatte sie den Münster-Marathon als Gesamtfünfte in 2:56:35 Stunden zurückgelegt. Verdammt flott! Die Strapazen hatte sie prima weggesteckt, wie in Coesfeld zu sehen war. „2022“, versprach Jana Kappenberg, „komme ich wieder. Ganz bestimmt!“ | Alle Ergebnisse im Internet: www.djk-coesfeld.de

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