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Die 2G-Regel gilt jetzt auch auf den Sportplätzen und in den Hallen

Jetzt reicht auch der Test nicht mehr

Kreis Coesfeld

Jetzt heißt es auch beim Fußball, Handball oder Volleyball aufgepasst! Es gilt die 2G-Regel. Wer seinen Lieblingsverein aus der Heimat anfeuern, oder dem Sohn oder der Tochter beim Kicken zugucken möchte, muss neben dem Personalausweis auch den Impf- oder Geneseausweis zur Hand haben. Wer also nicht geimpft oder genesen ist, muss künftig zu Hause bleiben. Das gilt natürlich nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für Spielerinnen und Spieler.

Von Franziska Ix

Wer sich jetzt zum Fußballspiel auf den Sportplatz oder zum Handballduell in die Halle begeben möchte, muss der 2G-Regel folgen. Ohne Impf-oder Genesennachweis kommt keiner rein. Foto: Foto: Franziska Ix

Ziemlich hart und konsequent. Aber genau das ist laut Patrick Steinberg, Geschäftsführer der SG Coesfeld 06, notwendig, um den Spielbetrieb am laufen zu halten. „Es muss eben etwas passieren.“ So wurde bereits beim vorgezogenen Flutlichtspiel der SG am Mittwoch beim Einlass kontrolliert. Wer über 16 Jahre alt ist und keinen Nachweis vorzeigen kann, muss draußen bleiben. So lautet nun mal die Verordnung. Darüber hinaus gelten weiterhin die Coronaschutzmaßnahmen, wie das Abstand halten. „Es laufen auch Ordner herum und achten darauf, dass keine Menschansammlungen entstehen. Wir bitten die Zuschauer außerdem darum, die Maske zu tragen. Das ist draußen allerdings keine Pflicht“, betont der Geschäftsführer.

Die neue Verordnung gilt auch für Spieler und Trainer. Hier wird die 2G-Regel intern in den Mannschaften geprüft. Dort soll ein Verantwortlicher aus der Fußballabteilung die Nachweise kontrollieren. Da die SG eine hohe Impfquote habe, rechnet der Geschäftführer eher nicht mit Verlusten in den Teams.

Auch beim SW Holtwick liege die Anzahl an Geimpften sehr hoch. „Bei ungefähr 98 Prozent“, meint Thomas Uppenkamp, Geschäftsführer des Vereins. Auch sie prüfen ganz klar am Eingang die 2Gs. „Wer dies nicht vorweisen kann, darf nicht auf das Gelände. Am Eingang werden die Kontrollen von Ehrenamtlichen aus den Mannschaften durchgeführt und wir verweisen auf die Abstandsregeln.“ Das ist besonders bei großen Spielen mit vielen Zuschauern wichtig.

So wohl auch am Wochenende. Immerhin ist Westfalia Osterwick zu Gast bei SW. So versucht der Verein bei dem Derby die Zuschauermenge am Eingang etwas zu entzerren. „Wir bitten darum, schon um 14.30 am Stadion zu sein, da es eine Wartezeit geben wird“, erklärt Uppenkamp. Denn die Überprüfung der 2G-Regel sei mit enorm viel Aufwand verbunden. Laut Uppenkamp wird den Ehrenamtlichen viel zugemutet. „Sie kommen auch an ihre Grenzen.“

Im Hallensport läuft es nicht anders. Es gilt 2G und das wird strikt eingehalten. So erzählt Philipp Heuermann, Abteilungsleiter der Volleyballer von der SG Coesfeld: „Wir haben bereits beim letzten Spiel die 2Gs geprüft. Und teilweise haben wir sogar schon 2G-Plus eingeführt. Wir bitten also darum, sich zusätzlich noch zu testen.“ Im Volleyball sind die Sportler der Verordnung also bereits voraus. Deswegen halten auch sie die Nachweise bei allen über 16 im Verein fest und kontrollieren die Zuschauer. Das bedeutet: Am Halleneingang Ausweis und Nachweis vorweisen. „Und wir überlegen auch noch strenger zu werden“, betont der Abteilungsleiter.

So ist für ihn die 2G-Regelung im Sport auch keine besondere Überraschung und absolut notwendig. Dennoch mache es die aktuelle Coronasituation nicht viel besser, meint Heuermann. „Wir haben immer noch großen Respekt vor der Pandemie und durchaus Angst vor einer Spielpause. Der Verband hat auch schon angefragt, ob Spiele vorverlegt werden können.“

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