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Fußball: DJK Coesfeld muss heute Abend um 19 Uhr „nachsitzen“

Land unter! Rasenplätze unter Wasser

Coesfeld

Land unter! Die beiden Rasenplätze im Sportzentrum West am Haugen Kamp standen unter Wasser. „Knöcheltief“, erklärte Hendrik „Henne“ Schemmer, Sportlicher Leiter beim Bezirksligisten DJK Coesfeld, „deshalb haben wir frühzeitig entschieden, nur eins von zwei Spielen auszutragen — und zwar auf dem Kunstrasen.“ Schmalspurprogramm beim COE-Cup!

Von Ulrich Hörnemann

Mit Karacho: Maximilian Rhein (rechts) aus Stadtlohn ist schneller am Ball als der Rekener Mats Roling (links). „Die „Blauen“ sind ohnehin besser als die „Schwarzen“ und gewinnen hochverdient mit 4:1-Toren. Foto:

Die einzige Begegnung des gestrigen Abends, SuS Stadtlohn — SC Reken, die von Schiri Patrick Reuwener geleitet wurde, endete mit einem 4:1-Sieg der „Blauen“. die vom Holtwicker Stefan Rahsing gecoacht werden. Der Hausherr DJK Coesfeld, Mitorganisator dieses Turniers, gönnte sich aufgrund der Platzverhältnisse eine Schaffenspause. „Die Merfelder wurden sofort informiert“, berichtete Fußball-Abteilungsleiter Christian „Klecker“ Lechtenberg, „doch waren sie schon unterwegs.“ Nachgeholt wird die Partie heute Abend um 19 Uhr auf Kunstrasen.

Die DJK-ler haben sich allerdings nicht auf die faule Haut gelegt. Claus Heinze und Karsten Erwig, die beiden Trainer, verordneten ihrem Personal kurzerhand eine 10 km lange Konditionseinheit. „Drei Runden um die Promenade“, sagte Heinze. „Für uns allerdings nur zwei“, meinte Erwig. „Weil wir noch Stadtlohn gegen Reken sehen wollten“, ergänzte Heinze, denn auf beide Teams treffen sie noch in der Vorrunde.

Erich Boll zog derweil ein Gesicht, als sei ihm eine Laus über die Leber gejoggt. „Schon um 8.15 Uhr war ich hier, um die Rasenplätze vorzubereiten“. erzählte der Mann für alle Fälle, ohne den nichts geht, „und dann so was...“ Die Linien waren bereits eingekreidet, als der Regen sein Kunstwerk wegschwemmte. „Erich kamen fast die Tränen“, klagte Lechtenberg. „Tja, da kannste nix machen“, antwortete Boll, „bloß gut, dass keiner weiß, wie teuer die Farbe ist.“

Die Absage der Rasenspiele hat er mitgetragen. „Die Plätze wären sonst im Eimer gewesen“, stellte Lechtenberg fest. „Und der Kunstrasen ist leider nicht groß genug für zwei Begegnungen“, scherzte Schemmer. „Hintereinander zu spielen, macht auch keinen Sinn“, gab Lechtenberg zu bedenken, „das wäre dann viel zu spät geworden.“ Und die Nachbarn, die zeitig zu Bett wollen, hätten womöglich nicht ihre wohlverdiente Nachtruhe gefunden. „Dann“, prophezeite Lechtenberg, „hätten sie sich nachher noch bei uns beschwert. Das muss auch nicht sein.“ Die kühle Dusche von oben sorgte reihum für trübe Mienen. „Einen Gewinner gibt es nicht“, betonte Schemmer. „Doch“, entgegnete Lechtenberg, „die Rasenplätze.“ Stimmt! Erich Boll der „Greenkeeper“, hätte mehrere Extraschichten einlegen müssen, bis das Geläuf wieder in ordnungsgemäßem Zustand gewesen wäre.

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