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Handball: DJK-Damen gewinnen auch das vierte Heimspiel

Mehr Krimi als Gala

Coesfeld

Als Magda Hemker sich gestern Abend wenige Sekunden vor der Schlusssirene auf den Weg machte und den Ball völlig unbedrängt im Netz versenkte, stand endgültig fest, dass diese Mannschaft mit den eigenen Fans im Rücken nach wie vor nichts, aber auch gar nichts anbrennen lässt. Und doch brachte der vierte Sieg im vierten Heimspiel eine neue Erkenntnis: Die DJK-Handballerinnen können es auch spannend machen! „Leider haben wir den Gegner zwischendurch aufgebaut“, stellte Dirk Haverkämper fest. Eher harte Arbeit und Krimi als feine Gala war dieses 26:22 gegen den SC Greven 09, aber auch das darf gefeiert werden.

Von Frank Wittenberg

Wieder durchgebissen: Johanna Cordes (links) und die DJK-Handballerinnen bleiben in eigener Halle eine Macht und bezwangen den SC Greven 09 mit 26:22. Foto: Foto: fw

„Wir feiern die ganze Nacht!“ von den Atzen dröhnte lautstark aus den Boxen, als die DJK-Damen zum Diver vor dem Publikum ansetzten. Ob sich das an einem Sonntagabend so umsetzen lässt, sei dahingestellt – Fakt ist aber: Wenn sie in eigener Halle auflaufen, ob im Schulzentrum oder jetzt zum zweiten Mal in Folge am Fredesteen, dann sind sie eine Macht. „Aber wir hätten das heute deutlich ruhiger haben können“, stellte der Trainer mit Blick auf den Spielverlauf fest. 22 Gegentore nur, das sei völlig in Ordnung: „Damit sollte man ein Heimspiel gewinnen.“ Weil sie aber nach einer starken Anfangsphase vorne zu viele Möglichkeiten ausließen, durften die Gäste aus Greven ernsthaft am Sieg schnuppern.

Konzentriert verteidigen, vor allem schnell in der Rückwärtsbewegung sein, um das Tempospiel des Ex-Zweitligisten zu unterbinden, diese Vorgabe setzten die Coesfelderinnen zu Beginn hervorragend um. „In den ersten zehn Minuten hat das sehr gut geklappt“, kommentierte Haverkämper den 6:3-Zwischenstand. „Dann haben wir aber in Angriff zu viele Dinger ausgelassen – und so den Gegner klassisch aufgebaut.“ Während seine Spielerinnen zusehends den Rhythmus verloren, kam Greven immer besser in die Partie, warf fünf Tore in Folge und lag plötzlich mit 10:7 vorne (23.). Zur Pause hieß es 11:13, kurz nach dem Seitenwechsel lagen die DJK-Damen mit 11:15 hinten.

Aber glücklicherweise fingen sie sich wieder. Lea Preckel warf den 15:15-Ausgleich (39.), Magda Hemker brachte ihr Team in der 42. Minute mit dem 18:17 erstmals wieder in Führung. „Sie ist wegen einer Erkältung angeschlagen ins Spiel gegangen“, erklärte der Trainer. „Aber nachher hat sie immer besser reingefunden.“

Damit war die Bühne bereitet für eine spannende Schlussphase, in der Johanna Cordes das mögliche 22:18 mit einem Pfostentreffer verpasste – so blieben die Gäste im Spiel und verkürzten noch einmal auf 23:22 (54.). Aber Jule Bömer, die nun für die starke Maike Kreikenberg zwischen die Pfosten rückte, ließ die Schotten runter und machte den Laden dicht, während Magda Hemker vorne mit drei Treffern das 26:22 perfekt machte. Der Rest war wie immer Jubel, auch wenn der Trainer erstmal tief durchatmen musste: „Entspannter wäre auch in Ordnung gewesen . . .“ 7 DJK Coesfeld – SC Greven 09 26:22; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Magda Hemker (14/7), Britta Reckers (5), Maike Dieker (2), Lea Preckel (2), Carina Kreikenberg (1), Johanna Cordes (1), Anke Wilmer (1), Jette Schmedt auf der Günne, Christin Thiery, Lea Barthues.

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