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Leichtathletik: Erster Wettkampf seit langer Zeit motiviert die Nachwuchsathleten

Mit Dauergrinsen zu Bestleistungen

Coesfeld

Die Lust, in einem „echten“ Wettkampf um Zeiten und Weiten zu kämpfen, war nahezu unbändig. Wenn es ein Beispiel braucht, bitteschön: Levi Hülsmann, der bislang im Hochsprung 1,46 Meter in der persönlichen Bestenliste stehen hatte, legte gleich satte 20 Zentimeter drauf. „Der hörte gar nicht wieder auf zu springen“, staunte Bernd Bohmert über die Topform des U 14-Schülers, der mit seinen 1,66 Metern für einen der Höhepunkte bei den Coesfelder Stadtmeisterschaften sorgte. Und damit stand er nicht allein: Von einem „Festival der Bestleistungen“ sprach der LG-Sportwart.

Von Frank Wittenberg

Höhenflug: Levi Hülsmann steigerte seine Bestmarke im Hochsprung um 20 Zentimeter auf stolze 1,66 Meter. Foto: Fotos (4): Theresa Dasbach

Wobei ein Punkt noch viel wichtiger war: „Endlich wieder ein Wettkampf“, atmete Micky Kerkeling, Trainer der U 14-Mädchen und Jungen bei der LG, stellvertretend für die vielen Sportler durch. Durch die Corona-Pandemie hatte seit September nichts stattgefunden – die jüngeren Athleten warteten sogar noch länger auf ihren großen Auftritt. „Deshalb ist es umso schöner, dass so viele Kinder uns auch über die Corona-Zeit treu geblieben sind“, lächelte er. Das drückte sich auch im Teilnehmerfeld der U 14 aus, denn Micky Kerkeling, Alexandra Roters und Meret Völker hatten gleich 22 Aktive am Start.

Und die stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie sich auch von einer langen Zwangspause nicht ausbremsen lassen. So legte Malte Selting im Speerwerfen 23,62 Meter hin – „nach bisher nur wenig Training in dieser Disziplin ist das eine tolle Weite“, lobte Kerkeling. Arne Hörsting (M 13) mit 1,52 Metern und Sophia Janning (W 13) mit 1,40 Metern überzeugten im Hochsprung ebenso wie Jolina Wiechert (W 14), die ihre Bestmarke um sechs Zentimeter auf 1,38 Meter steigerte. Lene Hülsmann warf den Ball auf ganz starke 29 Meter.

Den Eindruck, dass die jungen Leichtathleten den gesamten Tag über mit einem breiten Grinsen im Stadion Nord unterwegs waren, wussten auch Carolin Aehling, Theresa Dasbach, Tim Claeßen und Jannis Müller für die Altersklasse U 12 zu berichten. „Für einige war es sogar der erste Wettkampf überhaupt“, erzählte Carolin Aehling. Nach einem harten, weil „sportlosen“ Winter, sind die LG-Kinder seit Ostern wieder im Training. Was sie sich da erarbeitet haben, wussten sie eindrucksvoll auf die Bahn zu bringen. „Die Leistungen waren super“, richtete die Trainerin ein dickes Lob an den Nachwuchs. Ganz stark unterwegs war unter anderem Felix Bäumer (M 11), der 4,21 Meter in die Weitsprunggrube zauberte und 37 Meter im Ballwurf hinlegte. Julian Jauernick (M 10) ließ den Ball bei 30 Metern landen – ein toller Auftritt. Auch Ella Mersmann als einzige weibliche Starterin in dieser Altersklasse hielt toll mit.

Wie wenig die LG-Kinder an diesem Tag zu bremsen waren, bewies der krönende Abschluss. Den Dreikampf mit 50-Meter-Lauf, Ballwurf und Weitsprung hatten sie schon hinter sich – „trotzdem wollten sie alle noch über die 800 Meter starten“, staunte Carolin Aehling. Und da eilten Johann Roß (M 10) mit 2:40,89 Minuten und Lutz Claeßen (M 11) mit 2:42,19 Minuten mit tollen Zeiten vorneweg. das passte zum rundum gelungenen Tag, der nicht nur als Probelauf für das neue Sportheim im Stadion Nord diente. Denn die Stadtmeisterschaften, ausgetragen mit rund 20 Gästen des befreundeten TV Gladbeck, liefen auch organisatorisch rund: Alle, die ins Stadion wollten, mussten sich am Eingang mit der Luca-App einchecken und einen negativen Schnelltest vorlegen. Bernd Bohmert: „Das hat alles reibungslos geklappt!“

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