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Handball: DJK-Damen gewinnen auch das dritte Heimspiel

Mit der Extraportion Einsatz

Coesfeld

Kurz vor Schluss versagte der Muskel den Dienst. Mit einem Wadenkrampf ging Britta Reckers zu Boden. Deutliches Zeichen dafür, wie viel sie bis dahin geackert hatte. Vorne immer wieder die Lücken gerissen, hinten in Dauerschleife die Löcher gestopft – die Rückraumspielerin war das beste Beispiel dafür, mit welcher Extraportion Einsatz die DJK-Handballerinnen auch an diesem Tag unterwegs waren. „Das war auch nötig, denn wir hatten es mit einem richtig guten Gegner zu tun“, lobte Dirk Haverkämper die Ahlener SG. Dass sich seine Coesfelderinnen letztlich klar mit 28:20 durchsetzten, macht es umso wertvoller.

Von Frank Wittenberg

Da kann die Ahlenerin Cynthia Fitzek noch so zupacken, Anke Wilmer (rechts) war von den Gästen kaum zu stoppen und trug sieben Tore zum 28:20-Sieg der DJK Damen bei. Foto: Foto: fw

Was sich so deutlich anhört, war es lange Zeit nicht. Denn nach den Kantersiegen in den ersten beiden Heimspielen gegen SpVg Hesselteich-Siedinghausen (42:29) und TuS Wehe (30:19) trafen die DJK-Damen diesmal auf erheblich mehr Gegenwehr. „Ahlen spielt mit einer sehr starken Achse“, wusste der Trainer im Vorfeld, wie wichtig es sein wird, den Aufbau der Gäste zu stören und vor allem die Anspiele an den Kreis zu verhindern. Und genau da räumte Britta Reckers mit ihren Nebenleuten fast alles ab. „Wir haben es super im Griff gehabt“, freute sich Haverkämper. „Nur 20 Gegentore gegen diesen Gegner, das ist stark!“

Zumal ja hinter der Abwehrreihe noch die Frau im gelben Sweater stand. Torhüterin Maike Kreikenberg hielt nicht nur prima, sondern brachte auch noch das Kunststück fertig, binnen weniger als sechs Minuten drei Siebenmeter der Ahlenerinnen abzuwehren und einen weiteren „an den Pfosten zu gucken“. Kurz vor Schluss wehrte sie noch einen Strafwurf ab und setzte ihrer Leistung die Krone auf. „Damit haben wir dem Gegner endgültig den Zahn gezogen“, lächelte der Trainer.

Dabei hatte sich zunächst das erwartete Spiel auf Augenhöhe entwickelt. Ganz eng ging es in der ersten Viertelstunde zu, in der die Coesfelderinnen beim 4:5 (8.) ein einziges Mal in der gesamten Partie in Rückstand gerieten. Vom 7:7 setzten sie sich erstmals auf 10:7 (19.) und 13:9 (26.) ab, obwohl in dieser Phase einige klare Chancen ungenutzt blieben. Mit einem 15:11-Vorsprung ging es in die Kabine – schön, aber gewiss kein Ruhekissen.

Die Vorentscheidung fiel rund um die 45. Minute, als sich Maike Kreikenberg zur Siebenmeter-Killerin aufschwang und Anke Wilmer vorne in Unterzahl auf 21:15 erhöhte. „Sie hat sich in den entscheidenden Phasen gut durchgesetzt und wichtige Tore gemacht“, lobte Haverkämper. Ein weiterer Pluspunkt: Als Magda Hemker von den Gästen in eine kurze Deckung genommen wurde, gab überhaupt kein Bruch ins DJK-Spiel. „Johanna Cordes hat dann hervorragend die Lücken für ihre Mitspielerinnen gerissen.“

So rauschten sie über 23:15 und 25:17 (55.) zum 28:20 und damit zum dritten Sieg im dritten Heimspiel. Die Folge: Publikum begeistert, Spielerinnen begeistert, der Trainer auch. „In eigener Halle bleiben wir ungeschlagen“, lächelte Dirk Haverkämper. Selbst im Ausweichquartier am Fredesteen sind sie eine Macht – was schon richtig Lust macht auf das nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag um 16 Uhr gegen Greven 09. 7 DJK Coesfeld – Ahlener SG 28:20; Maike Kreikenberg und Jule Bömer (im Tor), Magda Hemker (8/3), Anke Wilmer (7), Britta Reckers (5), Lea Preckel (3), Maike Dieker (3), Christin Thiery (1), Jette Schmedt auf der Günne (1), Carina Kreikenberg, Johanna Cordes.

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